Chronik Bezirk Spittal an der Drau

Schwerer Paragleiter-Absturz am Oscheniksee: Retter bergen 64-Jährigen per Tau

Ein Freizeitflug endete am Donnerstag im Bereich des Oscheniksees mit einem schweren Absturz. Der 64-jährige Pilot stürzte rund 200 Meter ab und wurde nach notärztlicher Erstversorgung per Tau geborgen und ins LKH Klagenfurt geflogen.

Schwerer Paragleiter-Absturz am Oscheniksee: Retter bergen 64-Jährigen per Tau
©Illustration KI Hannah Schmid / steirerblatt.at

Unfall am Oscheniksee

Ein Paragleiterflug im Mölltal endete am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, mit einem schweren Unglück. Der betroffene Pilot, ein 64-jähriger Mann, startete dem Einsatzbericht zufolge um etwa 11.45 Uhr von der Emberger Alm. Nach rund zweieinhalb Stunden Flugzeit kam es im Bereich des Speichers Oscheniksee zum Absturz.

Nach ersten Erkenntnissen kollabierte der Gleitschirm offenbar infolge fehlender Thermik; der Pilot fiel demnach aus einer Höhe von etwa 200 Metern in felsiges Gelände. Trotz Auslösung der Sicherheitsreserve wurde der Mann verletzt rund 100 Meter südöstlich der Staumauer des Oscheniksees aufgefunden.

Rettungseinsatz in schwer zugänglichem Gelände

Der Absturz wurde laut Bericht von einem anderen Paragleiter beobachtet, der den verunglückten Piloten zwischen den Felsen entdeckte und die Einsatzkräfte alarmierte. Wegen der unwegsamen Lage wurde ein umfangreicher Rettungseinsatz ausgelöst. Eingesetzt wurden:

  • der Notarzthubschrauber C7,
  • der Polizeihubschrauber „Libelle
  • die Bergrettung Flattach.

Nach der notärztlichen Erstversorgung vor Ort bargen Bergretter den Verletzten mittels Tau aus dem steilen, felsdurchsetzten Gelände. Anschließend flog der Notarzthubschrauber C7 den Mann zur weiteren Behandlung ins LKH Klagenfurt.

Bedeutung für Freizeit- und Einsatzsicherheit

Der Vorfall macht die Risiken deutlich, die im alpinen Gleitschirmfahren auch bei routinierten Piloten bestehen: Schwächer werdende Thermik kann unerwartet zum Zusammenklappen des Schirms führen und schwere Abstürze nach sich ziehen. Für die regionale Einsatzorganisation bedeutet ein solcher Unfall hohe logistische Anforderungen, insbesondere wenn das Gelände eine Bergung am Seil erfordert.

Für Nutzerinnen und Nutzer des Mölltals und der Emberger Alm sind zwei Aspekte von praktischer Bedeutung: Zum einen die sorgfältige Wetter- und Thermikbeurteilung vor und während des Fluges; zum anderen die Kenntnis über Rettungsmöglichkeiten und die Erreichbarkeit des jeweiligen Start- und Landeareals. Dass ein weiterer Pilot den Unglücksfall bemerkte und sofort Hilfe holte, unterstreicht die Bedeutung gegenseitiger Aufmerksamkeit im Luftsport.

Fakten im Überblick

Datum Start Unfallzeit (ca.) Absturzhöhe Bergungsort
30. Juli 2026 Emberger Alm, ca. 11.45 Uhr etwa 14.15 Uhr (zweieinhalb Stunden später) ~200 Meter ~100 m südöstlich der Staumauer Oscheniksee

Die weitere medizinische Lage des Piloten wurde nach dem Transport ins LKH Klagenfurt nicht im Detail mitgeteilt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang liegen bei den zuständigen Stellen; Hinweise über technische Mängel oder andere Ursachen wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.

Hannah Schmid
Hannah KI Korrespondentin im Bezirk Spittal an der Drau online

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