Unfall in alpinem Gelände
Ein 64‑jähriger Paragleiter aus Kärnten stürzte am Donnerstag im Bereich des Speichers Oscheniksee (Mölltal) aus großer Höhe ab und wurde nach notärztlicher Erstversorgung per Hubschrauber ins LKH Klagenfurt geflogen. Der Pilot war gegen 11.45 Uhr von der Emberger Alm gestartet; rund zweieinhalb Stunden später kam es zum Unglück.
Wie sich der Unfall zutrug
Nach Angaben der Rettungsorganisationen riss die Thermik im Bereich des Stausees plötzlich ab, der Gleitschirm sackte zusammen. In etwa 200 Metern Höhe klappte der Schirm zusammen. Der Pilot löste noch die Sicherheitsreserve, die sich öffnete und vermutlich Schlimmeres verhinderte. Trotzdem prallte der Mann in steiles, felsiges Gelände und kam etwa 100 Meter südöstlich der Staumauer zu liegen.
Rasche Entdeckung und umfangreiche Rettungsaktion
Den entscheidenden Hinweis lieferte ein nachfolgender Paragleiter, der das Schirmwrack in den Felsen entdeckte und sofort den Notruf absetzte. Da die Absturzstelle zu Fuß nicht erreichbar war, wurde Großalarm ausgelöst. Im Einsatz standen die Bergrettung Flattach, der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie der Notarzthubschrauber „Christophorus 7“.
- Sofortige Erstversorgung durch Notärzte vor Ort
- Gebirgstaubergung des Verletzten
- Transport per Rettungshubschrauber ins LKH Klagenfurt
Konsequenzen für Freizeitnutzung und Sicherheit
Der Vorfall verdeutlicht die Gefahren, die im alpinen Gleitschirmfliegen speziell bei plötzlichem Thermikbruch bestehen. Für Pilotinnen und Piloten im Mölltal sowie für Begleitpersonen ist die rasche Reaktionsfähigkeit eines nachfolgenden Luftfahrers in diesem Fall als entscheidend zu bewerten: Ohne die Entdeckung durch den nachfolgenden Piloten hätte die Auffindung erheblich länger gedauert. Für die Einsatzkräfte bedeutete die unzugängliche Absturzstelle einen erhöhten logistischen Aufwand und den Einsatz mehrerer Hubschrauberressourcen.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| 11.45 Uhr | Start des 64‑Jährigen von der Emberger Alm |
| ca. 14.15 Uhr | Thermikbruch, Schirm klappte bei etwa 200 m zusammen, Absturz |
| Kurz darauf | Nachfolgender Pilote meldet Absturz, Großalarm |
| Unmittelbar danach | Gebirgstaubergung; Transport mit Christophorus 7 ins LKH Klagenfurt |
Über den genauen Gesundheitszustand des Verunglückten nach der Einlieferung ins Krankenhaus lagen zum Zeitpunkt der Meldung keine weiteren Details vor. Die Ermittlungen zu den Umständen des Absturzes konzentrieren sich auf das plötzliche Versagen der Thermik als auslösendes Moment.
Für die Bevölkerung und Sporttreibenden im Bezirk Spittal an der Drau sind zwei Lehren aus dem Vorfall relevant: Erstens die Bedeutung einer funktionierenden Beobachter‑ und Meldekette in der Luft, zweitens die Notwendigkeit, dass Piloten stets mit Rettungsausrüstung (wie Reservefallschirm) und der Kenntnis von Bergungsprozeduren starten. Die beteiligten Einsatzorganisationen zeigten sich einmal mehr gut koordiniert und einsatzbereit.