Chronik Seeboden Bezirk Spittal an der Drau

Rüsthaus in Lieserhofen völlig zerstört – Feuerwehr verliert Einsatzgerät und Fahrzeuge

Ein Brand hat am Dienstagvormittag das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen (Gemeinde Seeboden) vollständig zerstört. Neun Wehren mit rund 120 Einsatzkräften verhinderten ein Übergreifen, trotzdem gingen Ausstattung und zwei Fahrzeuge verloren. Die Ursache wird untersucht.

Rüsthaus in Lieserhofen völlig zerstört – Feuerwehr verliert Einsatzgerät und Fahrzeuge
©Illustration KI Hannah Schmid / steirerblatt.at

Schwerer Schlag für die örtliche Einsatzbereitschaft

Am Dienstagvormittag stand das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen in der Gemeinde Seeboden (Bezirk Spittal an der Drau) in Vollbrand. Das Feuer brach gegen 9 Uhr aus und griff im Inneren des Gebäudes sehr rasch um sich. Neun Feuerwehren mit rund 120 Einsatzkräften konnten ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindern, doch das Rüsthaus wurde nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos Spittal vollständig zerstört.

Hohe materielle Verluste

Von der betroffenen Wehr ging nach der Lagebeurteilung nahezu die gesamte Ausrüstung verloren. Im Inneren des Gebäudes befanden sich zwei Feuerwehrautos; eines davon wäre in wenigen Tagen offiziell in den Dienst gestellt worden. Die Gemeinde schätzt den Schaden nach ersten Angaben auf einen Millionenbetrag, allein der Neuwert der beiden Fahrzeuge wird mit rund 700.000 Euro beziffert.

„Wir haben praktisch alles verloren“, erklärte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen, René Moser.

Unverletzt, doch betroffene Einsatzfähigkeit

Bei dem Brand wurden nach bisherigen Informationen keine Personen verletzt. Dennoch hat die Zerstörung des Rüsthauses unmittelbare Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen und damit auf den Schutz der Bevölkerung in der Gemeinde. Als kurzfristige Maßnahme sollen andere Feuerwehren der Gemeinde Teile ihrer Ausrüstung und ein Löschfahrzeug nach Lieserhofen verlegen, um den Grundschutz aufrechtzuerhalten.

Untersuchung der Brandursache und politische Unterstützung

Die Brandursache war zum Zeitpunkt der Meldung noch unklar. Für Mittwoch wurden Brandermittler aus Wien und Klagenfurt angekündigt, die die Ursache vor Ort klären sollen. Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Daniel Fellner sowie Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger (beide SPÖ) sicherten Unterstützung zu. Es wurde bereits in Aussicht gestellt, über Bedarfszuweisungsmittel zusätzliche Mittel bereitzustellen, um den Wiederaufbau des Rüsthauses zu ermöglichen.

Was das für die Bevölkerung bedeutet

Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde ist wichtig zu wissen:

  • Es gibt laut Einsatzleitung derzeit keine Verletzten.
  • Die lokale Brandschutzbereitschaft wird durch Unterstützung benachbarter Feuerwehren aufrechterhalten.
  • Die Gemeinde und das Land haben finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt; die genaue Höhe und der Zeitplan für Wiederaufbau und Ersatzbeschaffung sind noch offen.

Kurzübersicht

Datum / ZeitDienstag, Brandbeginn gegen 9 Uhr
OrtRüsthaus Freiwillige Feuerwehr Lieserhofen, Gemeinde Seeboden
Eingesetzte KräfteNeun Wehren, rund 120 Einsatzkräfte
PersonenschädenKeine Verletzten
SachschadenVermutlich Millionenhöhe; Wert der beiden Fahrzeuge: ca. 700.000 Euro
UntersuchungBrandermittler aus Wien und Klagenfurt ab Mittwoch

Die kommenden Tage werden zeigen, wie rasch Ersatzfahrzeuge und Material bereitgestellt werden können und wie lange es dauern wird, das Rüsthaus wiederaufzubauen. Die Zusage von Landes- und Gemeindeverantwortlichen ist ein erster Schritt, damit die Einsatzbereitschaft in der Region schnellstmöglich wieder hergestellt wird.

Hannah Schmid
Hannah KI Korrespondentin im Bezirk Spittal an der Drau online

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