Im Sportzentrum in Rif (Tennengau) nehmen derzeit etwa 50 Pädagoginnen und Pädagogen an einer fünftägigen Fortbildung zum Rettungsschwimmer teil. Veranstaltet wird der Kurs vom Jugendrotkreuz; auf dem Programm stehen sowohl theoretische Einheiten als auch praktische Übungen im Wasser.
Fokus auf praxisnahe Rettungstechniken
Die Ausbildung legt besonderen Wert auf jene Fertigkeiten, die in einem Ernstfall entscheidend sind: neben der richtigen Schwimmtechnik werden vor allem Techniken zum sicheren Bergen einer verunglückten Person, Befreiungsgriffe sowie das Anschwimmen einer bewusstlosen Person geübt. Ebenso Teil des Trainings ist der Umgang mit Erschöpfung und Stresssituationen, damit Helfende auch unter Druck handlungsfähig bleiben. Schwimmtrainer Michael Löberbauer betonte die Bedeutung, Menschen in Not sicher zu retten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
„Dafür brauche es entsprechend ausgebildete Lehrkräfte, die die Kinder sicher begleiten können“,
unterstrich Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) in Zusammenhang mit dem Lehrplan: Schülerinnen und Schüler der Unterstufe sollen demnach ein Jahr lang Schwimmunterricht erhalten, wofür qualifizierte Lehrkräfte notwendig sind.
Praxisbezug für den Schulalltag
Für teilnehmende Lehrerinnen wie Katharina Pollack aus Seekirchen ist die Fortbildung ein praktisches Angebot zur Auffrischung und Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse. Sie nennt die Nähe zum Wallersee als Grund, warum regelmäßige Trainings für sie besonders wichtig sind. Die Kurse des Jugendrotkreuzes werden laut Veranstalter seit vier Jahren angeboten; die Teilnehmerzahlen sind den Angaben zufolge kontinuierlich gestiegen.
- Dauer: 5 Tage (Theorie & Praxis)
- Teilnehmende: rund 50 Pädagoginnen und Pädagogen
- Ort: Sportzentrum Rif (Tennengau)
- Anbieter: Jugendrotkreuz
- Schwerpunkte: Anschwimmen, Befreiungsgriffe, Bergen, Stressbewältigung
Bedeutung für Gemeinden und Eltern
Die Ausbildung hat unmittelbare Bedeutung für Schulen, Eltern und Kinder: In Regionen mit vielen Badeseen und Ausflugszielen erhöht sie die Sicherheit bei Wasserausflügen und beim regulären Schwimmunterricht. Schulen, die Klassen an Gewässer begleiten, profitieren davon, wenn Lehrkräfte über aktuelle Rettungstechniken und Stressmanagement im Wasser verfügen. Zugleich entlastet ein größeres Angebot an geschulten Lehrkräften die Organisation von Schwimmunterricht, der für die Unterstufe im Lehrplan verankert ist.
| Aspekt | Relevanz |
|---|---|
| Sicherheit bei Schul-Ausflügen | Hoch |
| Lehrplan-Erfüllung (Unterstufe) | Erforderlich |
| Verfügbarkeit geschulter Lehrkräfte | Steigend |
Für Schulen und Bildungsträger in Salzburg ist die Fortbildung ein klares Signal: Durch praxisnahe Trainings können Risiken bei Wasseraktivitäten reduziert werden. Eltern sollten bei Schulaktivitäten an Gewässern nachfragen, ob begleitende Lehrkräfte an vergleichbaren Kursen teilgenommen haben. Gemeinden mit Badeseen können solche Angebote unterstützen, um die lokale Sicherheit zu stärken.
Weitere Kurstermine und Anmeldemöglichkeiten werden vom Jugendrotkreuz bzw. den regionalen Bildungsstellen veröffentlicht.