Am frühen Abend des kommenden Mittwochs zieht über Salzburg ein seltenes Himmelsereignis hinweg: Eine partielle Sonnenfinsternis wird die Sonnenscheibe hierzulande um bis zu 90 Prozent verdecken. Für viele Beobachter ist dies das markanteste astronomische Ereignis seit der Totalfinsternis von 1999.
Wann und wo beobachten?
Das Ereignis spielt sich recht spät am Tag ab, wodurch der Standort für eine gute Sicht entscheidend ist. Nach Angaben der VEGA-Sternwarte des Hauses der Natur beginnt die Finsternis gegen 19:30 Uhr, der maximale Bedeckungsgrad wird etwa um 20:15 Uhr erreicht. Weil die Sonne zu dieser Zeit bereits sehr tief am Westhorizont steht, ist eine freie Sicht nach Westen unabdingbar.
| Beobachtungsphase | Uhrzeit (ca.) |
|---|---|
| Beginn | 19:30 |
| Maximale Überdeckung | 20:15 |
Als Experte verweist Astronom Helmut Windhager (VEGA-Sternwarte) auf die besondere Herausforderung: „Schon der niedrigste Berg nimmt einem die ganze Show weg“. Damit macht er deutlich, dass bereits geringe Erhebungen oder Gebäudekanten den Blick auf die ohnehin tief stehende Sonne vollständig blockieren können.
„Schon der niedrigste Berg nimmt einem die ganze Show weg.“
Augenschutz: Kein Risiko eingehen
Medizinische Fachstellen und Augenkliniken warnen unmissverständlich: Ein direkter Blick in die Sonne kann zur solaren Retinopathie führen, einer Netzhautverletzung, die bleibende Sehstörungen verursachen kann. Besonders gefährlich ist die Kombination aus partieller Verdunkelung und ungeeignetem Schutz – auch Ferngläser oder Teleskope verstärken die Gefährdung, wenn keine speziellen Filter verwendet werden.
- Nutzen Sie ausschließlich geprüfte Sonnenschutzbrillen (Sichtfilter nach ISO-Norm) oder zertifizierte Filter vor optischen Geräten.
- Vermeiden Sie das direkte Hinschauen mit freiem Auge, selbst bei starker Teilbedeckung.
- Suchen Sie sich einen erhöhten Standort mit freiem Westblick, um die Sicht bis zum Untergang zu ermöglichen.
Für Freizeitbeobachter und Familien empfiehlt es sich, schon im Vorfeld geeignete Schutzbrillen zu besorgen oder öffentliche Beobachtungsangebote der Sternwarte bzw. anderer Bildungseinrichtungen zu nutzen. Diese stellen oft geprüfte Filter zur Verfügung und bieten fachkundige Begleitung.
Was bedeutet das für Salzburgs Bewohner?
Die partielle Sonnenfinsternis ist ein seltenes Erlebnis, das Gelegenheit zur gemeinsamen Beobachtung bietet. Gleichwohl erfordert das Ereignis erhöhte Vorsicht: Ungeeignete Schutzmaßnahmen können auf Dauer die Sehkraft schädigen. Wer das Phänomen verfolgen will, sollte Standort und Ausrüstung im Voraus planen und auf geprüften Augenschutz achten.
Weitere Informationen und sicherheitsrelevante Hinweise geben die VEGA-Sternwarte des Hauses der Natur sowie Augenkliniken vor Ort.