Prozess gegen zwei 46-Jährige wegen Drogenschmuggels nach Salzburg
Vor einem Landesgericht in Salzburg läuft ein Strafverfahren gegen zwei Männer, denen zwischen Frühjahr 2024 und 2026 Schmuggel, Handel und Besitz von Suchtgift vorgeworfen werden. Die Anklage beschreibt, dass die beiden Beschuldigten insgesamt siebenmal je ein halbes Kilo Kokain ins Land gebracht haben sollen. Zielort der Lieferungen war nach Angaben der Ermittler Salzburg.
Bei einer Hausdurchsuchung konnten die Behörden rund 800 Gramm Kokain bei dem erstangeklagten Nordmazedonier sicherstellen. Dieser ist laut Verfahrensakten seit zehn Jahren in Österreich wohnhaft, spricht aber kaum Deutsch. Der Vorsitzenden Richterin warf das bemerkenswerte Kommentar ein:
„Na dann lernt er wenigstens hier Deutsch.“
Der Mann, der sich bislang als unbescholten beschrieben wird, räumte Besitz und Handel mit Drogen ein, widersprach aber dem von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Umfang der Verkäufe. Sein Mitangeklagter, ein gebürtiger Bosnier und Kfz-Meister, bestreitet die Vorwürfe des Schmuggels und Verkaufs. Er gab lediglich eigenen Konsum zu.
Wirtschaftsdelikte beim Kfz-Unternehmer
Gegen den Zweitangeklagten werden zudem mehrere Delikte aus dem Wirtschaftsbereich vorgebracht. Die Anklage lautet, er habe mit falschen Rechnungen ein Unternehmen um 400.000 Euro geschädigt und rund 600.000 Euro vom Firmenkonto für private Zwecke verwendet, wodurch auch Gläubiger getäuscht worden sein sollen. Die Verteidigung widerspricht dieser Darstellung und betont, der Angeklagte habe das Firmenkonto genutzt, sich jedoch nicht persönlich bereichert.
- Beschuldigte: zwei Männer, beide 46 Jahre alt (Nordmazedonier, Bosnier)
- Vorwürfe: Schmuggel, Handel und Besitz von Kokain; beim Kfz-Meister zusätzlich Wirtschaftsdelikte
- Beschlagnahmte Menge: rund 800 g Kokain bei einer Durchsuchung
| Vorwurf | Angabe |
|---|---|
| Schmuggel-Lieferungen | 7 Lieferungen à 0,5 kg Kokain |
| Bei Durchsuchung gefunden | 800 g Kokain |
| Angeschuldigte Wirtschaftsverluste | 400.000 € (Schaden), 600.000 € (private Kontobewegungen) |
Der Prozess wird fortgesetzt; es liegen bislang keine Informationen über Verurteilungen oder konkrete weitere Termine vor. Für die Menschen in Salzburg bedeuten derartige Verfahren eine Erinnerung an die fortbestehende Präsenz organisierter Suchtgifthandel-Netzwerke und die damit verbundenen Gefahren für Innenstadt- und Wohnviertel. Ermittlungs- und Justizverfahren können darüber hinaus Einsichten in Vorgehen und Methoden von Drogenhändlern liefern, die für die Präventionsarbeit relevant sind.
Bei öffentlichen Fragen zu laufenden Strafsachen verweisen zuständige Behörden und Gerichte auf ihre Mitteilungen; der Fortgang des Verfahrens wird weiteren Erkenntnissen und möglichen Beweismitteln folgen.