Historisches Marterl in Gföhleramt instand gesetzt
Das sogenannte Pestkreuz, im Dorfgang als „Schnecken-Kreuz“ bekannt, erstrahlt nach umfassender Renovierung wieder in frischer Farbe. Das Kleindenkmal an der Langenloiser Straße wurde von lokalen Akteuren instand gesetzt, damit es als Zeuge der Ortsgeschichte erhalten bleibt.
Das Marterl zählt zu den geschichtsträchtigen Kleindenkmälern der Region und ist nach Überlieferung mit der Pestzeit verbunden. Es findet sich bereits im Katasterplan von 1869. Die jüngste Renovierung erfolgte durch den Einsatz engagierter Gemeindemitglieder und mit Unterstützung von Gewerbetreibenden.
Wer war beteiligt?
- Walter Dietl und Karl Simlinger packten bei den Arbeiten selbst mit an.
- Malermeister Stefan Braun stellte das benötigte Material kostenlos zur Verfügung.
- Bei der Segnung des Marterls war Pfarrmoderator Aby Joseph Mannoor anwesend.
Die Zusammenarbeit von engagierten Bürgern und einem lokalen Handwerksbetrieb machte die Renovierung ohne größere finanzielle Belastung für die Gemeinde möglich. Solche Initiativen sind in ländlichen Gemeinden zentral, weil sie das kulturelle Erbe sichern und zugleich das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Bedeutung für die Gemeinde und Erhalt der Erinnerung
Kleindenkmäler wie das Pestkreuz sind in ihrer Größe unscheinbar, doch sie tragen historische Information und lokale Identität in sich. Sie verweisen auf frühere Lebenswirklichkeiten, religiöse Praxis und auf kollektive Erinnerungen an Epidemien oder andere einschneidende Ereignisse. Der Erhalt solcher Stätten hilft, Ortsgeschichte sichtbar zu halten und bildet eine Verbindung zwischen jüngeren und älteren Generationen.
Für Anrainer und Interessierte bedeutet die Renovierung konkret:
- Der sichtbare Schutz des Marterls vor Witterungsschäden;
- eine erhöhte Wahrnehmung des Ortes entlang der Langenloiser Straße;
- und ein Beispiel, wie bürgerschaftliches Engagement Denkmalpflege ergänzen kann.
Details der Restaurierung
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Name des Denkmals | Pestkreuz („Schnecken-Kreuz“) |
| Standort | Langenloiser Straße, Gföhleramt |
| Erwähnung im Kataster | 1869 |
| Mitwirkende | Walter Dietl, Karl Simlinger, Malermeister Stefan Braun, Pfarrmoderator Aby Joseph Mannoor |
Solche konkreten Angaben sind wertvoll für Gemeindearchive und Denkmallisten. Die Dokumentation des aktuellen Zustands und der durchgeführten Arbeiten sollte der Gemeinde und gegebenenfalls dem Denkmalamt zur Verfügung gestellt werden, um langfristigen Schutz sicherzustellen.
Die Renovierung des Schnecken-Kreuzes ist ein Beispiel dafür, wie lokales Engagement und fachliche Unterstützung zusammenwirken können, damit historische Zeugnisse auch in Zukunft sichtbar bleiben. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Gföhl ist das Marterl nun wieder ein gepflegter Ort des Erinnerns und der lokalen Identität.