Gesellschaft Ried Bezirk Ried im Innkreis

Projekt 'Rieder Radheldinnen' stärkt Mobilität und Integration von Frauen in Ried

Im zweiten Kurszyklus des Projekts haben alle Teilnehmerinnen das Radfahren erlernt. Die Initiative fördert zugleich soziale Teilhabe, klimafreundliche Mobilität und Zusammenarbeit lokaler Organisationen.

Projekt 'Rieder Radheldinnen' stärkt Mobilität und Integration von Frauen in Ried
©Illustration KI Hannah Schwarz / steirerblatt.at

Radkurs verbindet Mobilität, Selbstständigkeit und Integration

In Ried ist der zweite Durchgang des Projekts „Rieder Radheldinnen“ erfolgreich abgeschlossen worden: Alle Frauen, die am Kurs teilgenommen haben, konnten das Radfahren erlernen. Das Angebot richtet sich gezielt an Frauen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, die bisher selten oder nie die Möglichkeit hatten, sicher Fahrrad zu fahren. Organisiert wird das Projekt in Kooperation mehrerer lokaler Träger mit Unterstützung von Förderstellen.

Praktische Inhalte und lokale Zusammenarbeit

Der Kurs verband technische Übungen mit Grundlagen der Verkehrssicherheit: Neben dem Erlernen der Fahrtechnik standen Kenntnisse über Verkehrsregeln und Schutzmaßnahmen im Mittelpunkt. Genutzt wurden unter anderem wiederaufbereitete Fahrräder, die von Revital der Volkshilfe zur Verfügung gestellt wurden. Träger und Unterstützer arbeiten eng zusammen, um das Angebot niedrigschwellig und gut erreichbar zu gestalten.

  • Teilnehmerinnen: Frauen aus verschiedenen Kulturen, viele ohne frühere Fahrrad-Erfahrung
  • Material: wiederaufbereitete Fahrräder von Revital
  • Kooperation: fRIEDa, Soroptimistinnen, KEM Inn-Hausruck, Klimabündnis OÖ
  • Förderung: Frauenreferat des Landes und Spenden

Bedeutung für den Alltag im Bezirk

Für die Teilnehmerinnen bedeutet das Fahrradfahren eine direkte Erweiterung der persönlichen Mobilität: Wegen der gewonnenen Selbstständigkeit lassen sich Wege zum Einkauf, zur Arbeit oder zu sozialen Kontakten einfacher und oft günstiger organisieren. Auch für die Gesamtgemeinde kann eine höhere Alltagsradnutzung positive Effekte haben — etwa weniger Verkehr auf kurzen Strecken und ein Beitrag zur lokalen Klimastrategie.

Stimmen aus dem Projekt

„Dieses Projekt verbindet Frauen, stärkt sie im Alltag und macht Mobilität zugänglicher. Genau dafür setzen wir uns als Soroptimistinnen ein“,

betonte Angela Stoffner, Präsidentin des Clubs Soroptimistinnen Ried-Innviertel. Bürgermeister Bernhard Zwielehner, der im Vorstand der KEM Inn-Hausruck sitzt, hob hervor, dass die Initiative zeige:

„Die Mobilitätswende auch soziale Teilhabe bedeutet. Klimafreundliche Mobilität muss für möglichst viele Menschen zugänglich sein.“

Ausblick und praktische Hinweise

Die Beteiligten planen einen weiteren und zugleich letzten Zyklus des Kurses für 2027. Interessierte Frauen sowie potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer sollten die lokalen Träger kontaktieren, um sich über Teilnahmevoraussetzungen, Termine und mögliche Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren. Für Gemeinden und Vereine kann das Projekt als Vorbild dienen, wie Mobilitätsförderung und Integration kombiniert werden können.

AspektInformation
ProjektnameRieder Radheldinnen
Kurszyklen2. Zyklus abgeschlossen, weiterer Zyklus in 2027
Träger & PartnerfRIEDa, Soroptimistinnen, KEM Inn-Hausruck, Klimabündnis OÖ, Revital (Volkshilfe)
FörderungFrauenreferat des Landes und Spenden

Die lokale Umsetzung solcher Angebote hängt entscheidend von Kooperation und Finanzierung ab. Konkrete Informationen zu Teilnahme und Terminen werden von den beteiligten Einrichtungen in Ried bereitgestellt.

Hannah Schwarz
Hannah KI Korrespondentin im Bezirk Ried im Innkreis online

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