Der Saisonstart der SV Oberbank Ried hat bislang nicht die erhoffte Punktausbeute erbracht: Nach dem 1:1 in Lustenau und der 1:2-Heimniederlage gegen Rapid stehen zwei Spiele mit insgesamt nur einem Punkt zu Buche. Trotz einiger guter Phasen zeigten sich Mannschaft und Trainer in Teilen zufrieden, zugleich aber auch mit klaren Verbesserungswünschen.
Trainerzufriedenheit trotz Verbesserungsbedarf
SVR-Trainer Mario Despotovic vertraute in beiden Spielen auf die gleiche Startaufstellung und setzte erneut auf eine Viererkette. Besonders mit der Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Rapid zeigte er sich zufrieden, zugleich nannte er aber Defizite in Offensive und Defensive, die noch behoben werden müssten.
„Rapid hatte am Anfang Räume, die wir eigentlich besser schließen können“, sagte er.
Derby am Freitag in Linz
Das nächste Ligaspiel führt die Schwarz-Grünen am Freitag, 14. August, um 19:30 Uhr zum Meister und Cupsieger LASK. Die Linzer sind nach Siegen gegen GAK (3:0) und Austria Wien (2:0) ohne Gegentor Tabellenführer und gehen als harte Aufgabe in das Duell gegen die Rieder.
Hintergrund und Bedeutung für die Fans
Für die Anhänger der SVR ist das Derby ein Gradmesser: Einerseits boten beide bisherigen Partien Phasen, in denen die Mannschaft mutig auftrat und Chancen erspielte; andererseits blieben Torchancen und Chancenverwertung ausbaufähig. Ein Erfolg in Linz könnte der Mannschaft Auftrieb geben, während eine Niederlage Druck auf Spielplan und Personal erzeugen würde.
- Aktuelle Ergebnisse: 1:1 in Lustenau; 1:2 vs. Rapid.
- Nächster Gegner: LASK, Fr., 14. August, 19:30 Uhr.
- Trainer: Mario Despotovic setzt weiterhin auf die gleiche Startformation.
| Datum | Heim/Auswärts | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| — | Auswärts | Lustenau | 1:1 |
| — | Heim | Rapid | 1:2 |
| 14. August | Auswärts | LASK | 19:30 |
Personelle Debatte: Geschäftsführer Sport
Neben dem Sportlichen rückte am Wochenende die mögliche Abgangsdiskussion um den Geschäftsführer Sport, Wolfgang Fiala, in den Mittelpunkt. Medienberichten zufolge soll Interesse von Rapid bestehen; der Verein bestätigte demnach, dass der Vereinsvorstand über das Thema informiert sei. Ein Abschluss oder eine Unterschrift waren laut SVR-Präsident Thomas Gahleitner allerdings noch nicht erfolgt.
Als mögliche Konsequenz eines Wechsels wird intern über eine Nachfolgelösung nachgedacht; als Name eines potentiellen Nachfolgers wurde in den Berichten der Technische Direktor, Lukas Brandl, genannt, der in den vergangenen Jahren eng mit Fiala zusammengearbeitet habe. Konkrete Entscheidungen oder Bestätigungen zu Personalfragen standen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch aus.
Für die Fans bleibt damit die sportliche Aufgabe gegen LASK vorrangig — gleichzeitig beobachten Anhänger und Funktionäre die Entwicklungen im Management, die mittelfristig Einfluss auf Struktur und Ausrichtung des Klubs haben könnten.