Lebhafte Parade und Kundgebung trotz wechselhaftem Wetter
Am 18. Juli fand in Ried die 2. Innviertel Pride statt. Rund 500 Menschen nahmen an der Demonstration für Akzeptanz, Miteinander und gleiche Rechte teil. Die Teilnehmenden bewegten sich fröhlich vom Messegelände über den Messe-Kreisverkehr und die Thurnerstraße zurück zum Platz vor dem FIH-Gebäude, wo die Kundgebung abgehalten wurde. Trotz etwas geringerer Teilnehmerzahlen als im Vorjahr blieb die Stimmung laut Beobachtungen heiter und solidarisch.
Künstlerische Beiträge mit starkem lokalen Bezug
Das Programm auf dem Messegelände war durch Beiträge aus der Region geprägt. Besonders beachtet wurden die Auftritte der aus dem Innviertel stammenden Schauspielerin, Poetry Slammerin und Autorin Lou Paulsen sowie des Musik-Acts „Zeche Hinterfotzing“. Paulsens Text, getragen von persönlichen Erfahrungen, machte deutlich, warum Pride-Veranstaltungen gerade im ländlichen Raum eine wichtige Funktion für die queere Community erfüllen. Die Darbietungen der Zeche Hinterfotzing setzten mit feministischen Gstanzln auf heitere, provokante Akzente.
Moderation, Paradelemente und Atmosphäre
Die Moderation übernahmen eine Drag Queen und ein Drag King, die in Teilen mit komödiantischem Ton durch das Programm führten. Auf der Straße waren farbenfrohe Kleidung, kreative Plakate und sogar zwei Einhorn-Kostüme zu sehen, die das Bild der Parade mitprägten.
- Datum: 18. Juli
- Teilnehmerinnen und Teilnehmer: etwa 500
- Route: Messegelände – Messe-Kreisverkehr – Thurnerstraße – Platz vor dem FIH-Gebäude
- Hauptbeiträge: Lou Paulsen, Zeche Hinterfotzing, Moderation durch Drag-Acts
Wetter beeinflusste Ablauf und Abschluss
Heftige Regenschauer und Sturmböen führten zu einem vorzeitigen Ende der Kundgebung. Dadurch begann die geplante After-Pride-Veranstaltung früher als vorgesehen im Veranstaltungsort KuhB:K. Trotz der Widrigkeiten gab es am Ende ein sichtbares positives Zeichen: Über der Stadt erschien ein Regenbogen.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Veranstaltung | 2. Innviertel Pride |
| Teilnehmerzahl | etwa 500 |
| Schauplätze | Messegelände, Thurnerstraße, FIH-Platz |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks bedeutet die Pride nicht nur ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, sondern auch konkrete Begegnungen von Nachbarinnen und Nachbarn, Vereinen und Initiativen. Gerade in kleineren Gemeinden stärkt eine solche Veranstaltung das öffentliche Bewusstsein für Themen wie Gleichberechtigung und Zusammenhalt. Die Witterung zeigte zudem, wie flexibel Veranstalterinnen und Veranstalter reagieren müssen, wenn Außentermine auf dem Messegelände von Wind und Regen bedroht sind.