Neuer Regionalbus-Knoten nimmt Betrieb auf
Der Andreas-Hofer-Platz in Graz wird ab dem 12. Juli wieder zum zentralen Treffpunkt für den regionalen Busverkehr: Mit der Fertigstellung des neuen Busbahnhofs kehren insgesamt 20 RegioBus-Linien in die Innenstadt zurück. Laut den Angaben von Land Steiermark und Stadt Graz rechnet man mit etwa 2.700 Ein- und Aussteigern pro Tag.
Die Anlage ist als moderner Mobilitätsknoten ausgeführt: Regionalbusse, Straßenbahn und verschiedene Sharing-Angebote sollen vor Ort verknüpft werden. Herzstück sind die sieben neuen Bussteige direkt am Platz, sechs davon in auffälliger Schrägstellung. Ergänzt wird das Angebot durch sieben neue Wartehäuser und barrierefreie Zugänge, die kürzere Wege beim Umsteigen ermöglichen.
Was Fahrgäste konkret erwartet
- Wiederkehr von 20 RegioBus-Linien zum Andreas-Hofer-Platz
- Unmittelbare Verbindung zur Straßenbahnhaltestelle "Andreas-Hofer-Platz/Joanneumsviertel" der Linien 16 und 17
- Verbesserte Orientierung, mehr Komfort und barrierefreie Infrastruktur
Der erste RegioBus, der den neuen Knoten ansteuert, ist die Linie 300: Sie fährt am 12. Juli um 6:00 Uhr vom Hauptbahnhof kommend zum Andreas-Hofer-Platz und weiter Richtung Hartberg. Kurz nach dieser Fahrt folgen die weiteren Linien und nehmen ihre angestammten Steige wieder ein.
„Der neue Busbahnhof, der mit zwanzig bedienenden RegioBus-Linien und einer erwarteten Frequenz von rund 2.700 Personen pro Tag eine der wichtigsten Ein- und Ausstiegsstellen für unsere Fahrgäste des RegioBus-Verkehrs ist, ist ein wahres Schmuckstück geworden."
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hebt die Bedeutung des Knotens im Zusammenspiel mit den neuen Straßenbahnlinien hervor: Die Anlage sei ein Abschlussprojekt der Neutorlinie und verbessere die Anbindungen für Benutzerinnen und Benutzer des Öffentlichen Verkehrs.
Auswirkungen für die Stadt und die Nutzer
Für Pendlerinnen und Pendler, Besucherinnen und Besucher sowie die Innenstadtwirtschaft bedeutet der neue Knoten kürzere Umsteigewege und eine zentrale Anlaufstelle im Herzen der Stadt. Die Nähe zur Straßenbahn schafft direkte Verbindungen zum Hauptbahnhof und zu weiteren Zielen im Stadtgebiet, was den Umstieg zwischen Regional- und Stadtverkehr erleichtert. Gleichzeitig stellt die höhere Frequenz Anforderungen an die Infrastruktur vor Ort, etwa an die Orientierungssysteme und die Kapazität der Wartebereiche.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Inbetriebnahme | 12. Juli |
| Anzahl RegioBus-Linien | 20 |
| Erwartete Fahrgäste pro Tag | ~2.700 |
| Bussteige | 7 (6 schräg angeordnet) |
Die Neustrukturierung des Andreas-Hofer-Platzes ist Teil eines größeren Ausbauschritts im Grazer ÖPNV. Für regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer empfiehlt es sich, die ersten Tage der Umstellung zusätzliche Zeit beim Umsteigen einzuplanen und sich über die neuen Steignummern zu informieren, da Linien kurzfristig an geänderte Abfahrtspositionen gebunden sein können.
Michael Ebner, Korrespondent Graz