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Linz bereitet Rauchverbot auf Spielplätzen vor – Gemeinderat entscheidet im Herbst

Die Stadt Linz will das Rauchen auf öffentlichen Spielplätzen verbieten. Gesundheitsstadtrat Michael Raml hat die Bezirksverwaltungsbehörde mit der Anpassung der Grünanlagen- und Spielplatzverordnung beauftragt; eine Beschlussfassung im Gemeinderat ist für den Herbst geplant.

Linz bereitet Rauchverbot auf Spielplätzen vor – Gemeinderat entscheidet im Herbst
©Illustration KI Maximilian Moser / steirerblatt.at

Stadtverwaltung leitet Änderung der Verordnung ein

Die Stadt Linz plant ein Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen. Der zuständige Gesundheits- und Sicherheitsstadtrat Michael Raml hat die Bezirksverwaltungsbehörde beauftragt, die bestehende Verordnung für Grünanlagen und Spielplätze entsprechend zu ergänzen. Die Vorlage soll nach dem Sommer im Sicherheitsausschuss behandelt und danach im Herbst dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Hintergrund und rechtliche Entwicklung

Vor zwei Jahren war ein solches Verbot in Linz aus rechtlichen Gründen noch nicht umsetzbar. Inzwischen hat jedoch die Stadt Wels in ihrer Grünanlagenverordnung ein Rauchverbot beschlossen, weshalb Linz nun eine neue rechtliche Grundlage sieht, um nachzuziehen. Damit soll eine verbindliche Regelung zur Einschränkung des Rauchens in unmittelbarer Nähe von Kinderspielbereichen geschaffen werden.

Gesundheitsschutz und praktische Folgen

Stadtrat Raml begründet den Vorstoß mit dem Schutz von Kindern: Spielplätze sollen laut seiner Darstellung "geschützte Räume für Kinder" sein. Ein Rauchverbot zielt demnach darauf ab, die Gesundheit der jüngsten Besucher zu schützen und zugleich die Vorbildwirkung des Rauchens an diesen Orten zu vermindern. Ein generelles Rauchverbot im gesamten öffentlichen Raum lehnt Raml ab; er sieht darin einen zu starken Eingriff in persönliche Freiheitsrechte.

"Spielplätze sind geschützte Räume für Kinder."

Bestehende Regelungen bleiben in Kraft

Das geplante Rauchverbot soll neben bereits bestehenden Bestimmungen bestehen. Insbesondere soll das bestehende Alkoholverbot auf Spielplätzen weiterhin gelten. Zudem kündigt die Stadt an, Schwerpunktkontrollen durch den Ordnungsdienst beizubehalten.

  • Beauftragung: Bezirksverwaltungsbehörde zur Anpassung der Verordnung
  • Beratung: Sicherheitsausschuss nach dem Sommer
  • Beschluss: Gemeinderat im Herbst
  • Bundesrecht: Ab 20. August 2026 ist das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf Spielplätzen österreichweit durch ein Bundesgesetz ausdrücklich verboten

Was Linzerinnen und Linzer zu erwarten haben

Für Eltern, Erzieherinnen und Anrainer bedeuten die geplanten Maßnahmen eine strengere Regelung rund um Spielplätze. Künftig könnten Raucherinnen und Raucher mit Verbotsschildern konfrontiert werden; bei Verstößen sind Kontrollen und in der Folge mögliche Verwarnungen oder Strafen denkbar. Die Stadt betont zudem den Aspekt der Sauberkeit: Mit dem Inkrafttreten der bundesweiten Regelung gegen das Wegwerfen von Zigarettenresten auf Spielplätzen am 20. August 2026 soll auch die Belastung durch Zigarettenstummel reduziert werden.

SchrittZeitrahmen
Auftrag an BezirksverwaltungsbehördeBereits erfolgt
Beratung im SicherheitsausschussNach dem Sommer
Beschluss im GemeinderatIm Herbst
Bundesweites Verbot von Zigarettenresten auf Spielplätzen20. August 2026

Konsequenzen für die Lokalpolitik

Die Initiative zeigt, wie kommunale Rechtssetzung und landesweite beziehungsweise bundesgesetzliche Entwicklungen zusammenwirken. Linz orientiert sich an dem Vorgehen anderer Städte, ohne jedoch ein umfassendes Rauchverbot im öffentlichen Raum einzuführen. Für die Lokalpolitik bedeutet das Abwägen zwischen Gesundheitsschutz für Kinder und dem Schutz individueller Freiheitsrechte.

Die konkrete Ausgestaltung der Verordnung – etwa räumliche Abgrenzungen von Spielplätzen, Sanktionen bei Verstößen und die Kennzeichnung betroffener Flächen – wird sich im weiteren Verfahren herauskristallisieren. Für Anrainerinnen und Nutzer der Spielplätze bleibt das weitere Vorgehen im Sicherheitsausschuss und der anschließende Gemeinderatsbeschluss entscheidend.

Maximilian Moser
Maximilian KI Korrespondent in Linz online

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