Zwei Linzer Initiativen im nationalen Wettbewerb
Die Johannes Kepler Universität (JKU) und die Linz Linien sind von der Fachjury des VCÖ‑Mobilitätspreises in die nächste Runde gewählt worden. Das bedeutet: Beide Projekte gehören zu den jeweils fünf besten Einreichungen ihrer Kategorie und treten nun in ein öffentliches Voting ein, das noch bis zum 23. Juli läuft. Die Stimme der Bevölkerung kann den Vorhaben Zusatzpunkte sichern.
Worum es konkret geht
Die Linz Linien sind in der Kategorie „Kindgerechtes Verkehrssystem“ nominiert. Bewertet wurde die LILI‑Rallye, ein kostenloses Ferienprogramm, das Volksschulkindern spielerisch Fahrkompetenz im öffentlichen Verkehr vermittelt und ihnen Selbständigkeit in der Mobilität beibringt. Die Aktion zielt darauf ab, jungen Menschen frühzeitig sichere und umweltfreundliche Verkehrsgewohnheiten nahezulegen.
Die JKU kandidiert in der Kategorie „Mobilitätsmanagement“. Dort hat die Universität ihre bisherigen Pkw‑Parkplatzsubventionen abgeschafft: Stattdessen werden Beschäftigte seither mit einer jährlichen Mobilitätsförderung von 120 Euro unterstützt. Parallel wurde die Radinfrastruktur auf dem Campus ausgebaut. Die Universität nennt als finanziellen Bezugspunkt die vormals eingesetzten Mittel in Höhe von 400.000 Euro pro Jahr, die nun anders verwendet werden.
„Die Mobilität der Zukunft muss energiesparender sein als heute, umweltverträglicher und für die Bevölkerung gesünder und besser. Die fünf nominierten Projekte aus Oberösterreich holen schon heute ein Stück Mobilitätszukunft in die Gegenwart“,
sagte VCÖ‑Sprecher Christian Gratzer und rief zur Teilnahme am Voting auf.
- 388 Projekte wurden heuer zum VCÖ‑Mobilitätspreis eingereicht — 25 mehr als im Vorjahr.
- Aus zwölf Kategorien wählte die Fachjury jeweils die fünf besten Projekte für das öffentliche Voting.
- Abstimmen kann die Bevölkerung bis zum 23. Juli unter www.vcoe.at/voting.
Bedeutung für Linz
Für Linz haben beide Nominierten direkte Relevanz: Die LILI‑Rallye stärkt die Verkehrssicherheit von Kindern vor Ort und kann langfristig den Modal Split zugunsten kompatibler, umweltfreundlicher Verkehrsmittel beeinflussen. Die Maßnahme der JKU zeigt, wie große Arbeitgeber durch Umlenkung bestehender Mittel Anreize für nachhaltigere Mobilität setzen können — weg von Pkw‑Subventionen hin zu Förderungen für ökologischere Wege zur Arbeit.
Ein Erfolg im Voting würde den Projekten nicht nur zusätzliche Anerkennung auf nationaler Ebene bringen, sondern auch die Chancen erhöhen, Modelle und Best‑Practices in Linz stärker zu verankern. Für Pendlerinnen und Pendler, Studierende und Eltern könnten sich daraus mittelbare Vorteile ergeben: verstärkte Mobilitätsangebote, verbesserte Radinfrastruktur und mehr Bildungsmaßnahmen zur sicheren Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Einreichungen gesamt | 388 |
| Zunahme gegenüber Vorjahr | 25 |
| Kategorien | 12 |
| Finalisten pro Kategorie | 5 |
Das Voting läuft online; Bürgerinnen und Bürger aus Linz können so direkt Einfluss nehmen. Eine Stimme für die LILI‑Rallye würde lokale Kinderbildungsangebote stärken, eine Stimme für die JKU‑Initiative würde nachhaltige Arbeitgebermaßnahmen unterstützen. Beide Ansätze zeigen unterschiedliche Hebel auf, mit denen die Stadtgesellschaft ihre Mobilität in Richtung Umweltverträglichkeit und Sicherheit verändern kann.
Wer sich informieren und mitabstimmen möchte, findet alle Details und die Abstimmmöglichkeit unter www.vcoe.at/voting. Die Entscheidung der Bevölkerung fällt bis spätestens 23. Juli.