Frauen-Sommergespräch in Laßnitzhöhe: Sprache, Schutz und Politik
Im Gastgarten des Landhauses Waldfrieden in Laßnitzhöhe trafen sich Vertreterinnen der SPÖ Laßnitzhöhe und der SPÖ Frauen Graz-Umgebung zum fünften Frauen-Sommergespräch. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, welche Wirkung Sprache auf das gesellschaftliche Miteinander ausübt und welche Konsequenzen daraus für Prävention und Gewaltschutz gezogen werden müssen.
Als Vortragende berichtete Daniela Grabovac, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, aus ihrem Arbeitsalltag. Sie erläuterte, wie verbale Abwertung und Diskriminierung nicht nur einzelne Betroffene treffen, sondern auch gesellschaftliche Strukturen beeinflussen. Die Rednerin hob hervor, dass Bewusstseinsbildung und Präventionsarbeit zentrale Bausteine sind, um Diskriminierung sichtbar zu machen und Betroffene wirksam zu unterstützen.
Für einen künstlerischen Kontrapunkt sorgte Christine Hagelkrüys mit einer Lesung eigener Texte. In der anschließenden Diskussion saßen Nationalratsabgeordnete Karin Greiner und SPÖ-Bezirksvorsitzende Ursula Lackner mit auf dem Podium. Gemeinsam betonten die Teilnehmerinnen die Verbindung zwischen menschenfeindlicher Sprache und einem gesellschaftlichen Klima, in dem Gewalt leichter entstehen kann.
"Gewalt beginnt oft nicht mit einer Tat, sondern mit Worten. Wer Menschen abwertet, schafft ein Klima, in dem Ausgrenzung und Gewalt leichter entstehen können."
Aus dieser Analyse leiteten die Sprecherinnen konkrete Forderungen ab: Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark müsse langfristig abgesichert werden, damit Beratung, Sichtbarmachung von Diskriminierung und Präventionsarbeit beständig erbracht werden können. Außerdem forderten sie verstärkte Maßnahmen zur Prävention im Gewaltschutz.
Konkrete Bedeutung für den Bezirk
Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Graz-Umgebung hat die Diskussion praktische Bedeutung: Eine dauerhaft gesicherte Antidiskriminierungsstelle bietet niederschwellige Anlaufstellen für Betroffene und trägt zur Sensibilisierung in Schulen, Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen bei. Verstärkte Präventionsmaßnahmen im Gewaltschutz könnten lokale Beratungsangebote, Früherkennungsprogramme und Kooperationen zwischen Gemeinden und Hilfsorganisationen betreffen.
- Ort: Landhaus Waldfrieden, Laßnitzhöhe
- Anlass: 5. Frauen-Sommergespräch der SPÖ Laßnitzhöhe
- Kernthemen: Wirkung von Sprache, Absicherung der Antidiskriminierungsstelle, Prävention im Gewaltschutz
- Beteiligte: Daniela Grabovac, Christine Hagelkrüys, Karin Greiner, Ursula Lackner
| Datum | Veranstaltung | Hauptforderung |
|---|---|---|
| Juli 2026 | 5. Frauen-Sommergespräch | Langfristige Absicherung der Antidiskriminierungsstelle |
Die Forderung richtet sich explizit an die Landesregierung: Die Veranstalterinnen fordern, die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle dauerhaft zu ermöglichen und Präventionsprogramme im Bereich Gewaltschutz zu stärken. Ob und wie die Landespolitik darauf reagiert, bleibt abzuwarten. Für die lokale Öffentlichkeit bedeutet das Gespräch jedoch eine klare Aufforderung an die politischen Verantwortlichen, Strukturen zu sichern, die Gewaltprävention und Unterstützung für Betroffene gewährleisten.
Die Debatte um Sprache und Prävention hat im Bezirk praktisches Potenzial: Gemeinden könnten lokale Informationsveranstaltungen fördern, Schulen Sensibilisierungs-Workshops anbieten und Beratungsstellen engere Kooperationen eingehen. Solche Maßnahmen würden die im Sommergespräch geäußerten Forderungen in konkrete lokale Projekte übersetzen und die Sichtbarkeit von Hilfsangeboten erhöhen.