Leuchtende Unendlichkeit bleibt länger Teil des Wiener Stadtbildes
Die Lichtskulptur „Unendlichkeit des Lichtes“ der Künstlerin Billi Thanner, die seit Dezember 2025 zwischen den Türmen der Votivkirche installiert ist, wurde offiziell bis Ende Mai 2027 verlängert. Die Arbeit ist damit weiterhin nachts über einem zentralen Bereich Wiens sichtbar und bleibt Teil der öffentlichen Wahrnehmung des Kirchenvorplatzes und der umliegenden Bezirksteile.
Die Skulptur besteht aus insgesamt 4.900 Lichtpunkten, die überwiegend in gelblichen oder weißen Tönen leuchten, aber auch farblich variieren können. Nach Angaben der Projektverantwortlichen erfordert der Betrieb umfassende technische und sicherheitsrelevante Maßnahmen, weil die Konstruktion hohen Witterungsbelastungen und starken Windgeschwindigkeiten standhalten muss.
Finanzierung, Montage und Wirkung
Für die Umsetzung gab es keine öffentlichen Fördermittel: Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus privaten Mitteln, und die Künstlerin verzichtete auf ein Honorar. Der Aufbau und die Inbetriebnahme umfassten laut Angaben der Beteiligten umfangreiche Planungen, statische Berechnungen und Sicherheitskonzepte, damit die Skulptur auch bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h verankert bleibt.
„Diese Verlängerung bedeutet mir sehr viel, denn sie zeigt, dass Kunst Menschen berühren und verbinden kann“,
so die Künstlerin in einer Aussendung. Sie verweist zugleich auf die zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung: Viele Menschen hätten berichtet, das Lichtwerk schenke ihnen Hoffnung, Ruhe und Zuversicht. Damit beansprucht das Projekt nicht nur ästhetische Wirkung, sondern auch eine soziale und symbolische Funktion im öffentlichen Raum.
Konkrete Hinweise für Wienerinnen und Wiener
Die Lichtskulptur ist ab der Dämmerung dauerhaft zu sehen und bleibt somit in den kommenden Monaten ein nächtliches Motiv, das den Bereich rund um die Votivkirche visuell prägt. Für Anrainerinnen und Besucher kann sich das Angebot an nächtlichen Blickachsen und Fotomotiven verlängern; zugleich bleiben mögliche Fragen zu Lichtemissionen und Wahrnehmung im öffentlichen Raum offen.
- Sichtbarkeit: täglich ab Dämmerung
- Laufzeit: seit Dezember 2025, nun bis Ende Mai 2027
- Technik: 4.900 Lichtpunkte, wetter- und windstabil verankert
- Finanzierung: ausschließlich privat, kein Honorar für die Künstlerin
Für die Stadt Wien ist das verlängerte Projekt ein Beispiel dafür, wie zeitgenössische Kunst den öffentlichen Raum beeinflusst. Die Entscheidung, die Installation weiterzuführen, zeigt, dass das Werk sowohl auf Resonanz gestoßen ist als auch organisatorisch und technisch als tragfähig eingeschätzt wird.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Erste Beleuchtung | 16. Dezember 2025 |
| Verlängerung bis | Ende Mai 2027 |
| Lichtpunkte | 4.900 |
| Finanzierung | Private Mittel, kein Honorar |
Die Verlängerung eröffnet Zeit für eine erweiterte öffentliche Auseinandersetzung: Fragen zur Wirkung von Lichtkunst im Stadtraum, zur Rolle privater Finanzierung im kulturellen Feld und zu möglichen Auswirkungen auf Anrainerwünsche und städtische Planung werden in den kommenden Monaten an Relevanz gewinnen.