AWV erneuert Behälterbestand: Gemeinden übernehmen Eigentum
Der Abfallwirtschaftsverband Graz‑Umgebung (AWV) startet im Herbst eine großflächige Umstellung beim Sammelsystem: Ab Mitte September werden in insgesamt 31 Gemeinden des Bezirks neue Mülltonnen für Altpapier, Restmüll und in weiten Teilen auch für Biomüll verteilt. Im Zuge der Maßnahme gehen die Behälter künftig in das Eigentum der jeweiligen Gemeinden über statt weiter von Entsorgungsfirmen gemietet zu werden.
Laßnitzhöhe als praktisches Beispiel
Die Marktgemeinde Laßnitzhöhe hat den Austausch bereits abgeschlossen und fungiert als Vorreiter für das Programm. Dort wurden neue Behälter für Altpapier und Restabfall ausgegeben; die Biotonnen waren bereits kommunaler Besitz und wurden nun technisch angepasst, sodass sie den künftigen Anforderungen entsprechen.
"Der Behältertausch hat dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorragend funktioniert. Mein Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Kooperation und ihr Verständnis, den Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeitern sowie dem AWV für die sehr gute Vorbereitung der Umstellung",
so Bürgermeister Bernhard Liebmann, der die Umstellung in Laßnitzhöhe positiv bewertet.
Was die Umstellung für Haushalte im Bezirk bedeutet
Die Übergabe neuer Behälter an die Kommunen hat mehrere praktische Folgen, die für Einwohnerinnen und Einwohner im Bezirk wichtig sind:
- Die Gemeinden besitzen die Tonnen künftig selbst, was langfristig Einfluss auf Verwaltung, Ersatzbeschaffung und Standortentscheidungen haben kann.
- Standardisierte Behälter erleichtern die Sammlung und könnten die Abfalllogistik effizienter machen.
- Für Haushalte ändert sich kurzfristig in der Regel nur die Optik und Größe der Behälter; Entsorgungsrhythmen bleiben zunächst wie bisher geregelt, sofern die Gemeinde keine weiteren Änderungen kommuniziert.
Konkrete Auswirkungen auf Gebühren oder Abfuhrintervalle wurden in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt; solche Entscheidungen liegen bei den einzelnen Gemeinden und können in Folge der neuen Eigentumsverhältnisse neu verhandelt werden.
| Aspekt | Stand / Ziel |
|---|---|
| Anzahl betroffener Gemeinden | 31 |
| Betroffene Abfallfraktionen | Altpapier, Restmüll, größtenteils Biomüll |
| Vorreiter-Gemeinde | Laßnitzhöhe |
Weiteres Vorgehen und Informationsmöglichkeiten
Der AWV weist darauf hin, dass ergänzende Details und Hinweise zur richtigen Trennung und Handhabung der neuen Behälter auf der Internetseite www.abfalltrennung.at abrufbar sind. Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Austausch oder zur Handhabung ihrer neuen Behälter haben, sollten sich an ihre Gemeindeverwaltung wenden, da die Gemeinden nun Eigentümer der Tonnen sind und die örtliche Umsetzung koordinieren.
Die erfolgreiche Umstellung in Laßnitzhöhe zeigt, dass eine koordinierte Planung und Kommunikation mit den Haushalten die Abläufe erleichtert. Für die anderen 30 Gemeinden des Bezirks bleibt zu beobachten, wie die Einführung verläuft und ob zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Trennquoten oder der Abfalllogistik folgen.