Volles Haus und viel Engagement in St. Radegund
Das Bauerntheater in St. Radegund bei Graz hat Ende Juni und Anfang Juli den bayrischen Volksstück-Klassiker „Die drei Dorfheiligen“ in einer detailreichen, temporeichen Inszenierung gezeigt. Nach dem Ende der Spieltage wurden Bühne, Kostüme und Requisiten wieder abgebaut – der Betrieb läuft damit offiziell aus für diese Spielzeit.
Breite Unterstützung durch Ehrenamtliche
Hinter den Aufführungen stand ein großes ehrenamtliches Engagement: Mehr als 30 Personen wirkten laut Bericht mit, um die Vorstellungen trotz teilweise hoher Temperaturen reibungslos über die Bühne zu bringen. Die intensive Mithilfe reichte von Regiearbeit über Bühnenaufbau bis zu Kostüm- und Requisitenpflege.
Ensemble: Erfahrene Kräfte und Debütanten
Regisseur Rudi Eckart, der das Theater in der Gemeinde seit über 50 Jahren prägt, stellte ein gemischtes Ensemble zusammen. Neben langjährigen Mitgliedern standen auch drei Neuankömmlinge erstmals auf der Bühne: Silvia Puhr, Christine Deutsch und Kevin Derler. Die musikalische Umrahmung übernahm erneut Dorottya Stelzer, und auch einige Lieder wurden den Vorstellungen hinzugefügt und live von den Darstellern gesungen.
- Stück: „Die drei Dorfheiligen“ (Max Neal, Max Ferner)
- Regie: Rudi Eckart
- Musikalische Begleitung: Dorottya Stelzer
- Mitwirkende erstmals auf der Bühne: Silvia Puhr, Christine Deutsch, Kevin Derler
Inhaltlicher Kern und Publikumsreaktion
Der Inhalt des Stücks stellt drei vermeintliche Moralinstanzen im Dorf in den Mittelpunkt: Bürgermeister Simon Hilgermoser sowie die Gemeinderäte Riedlechner und Söllbeck. Aus dem Schwabenland tauchen Liebesbriefe auf, die die Unschuld der Männer infrage stellen. Die Aufführungen fanden bei Hunderten von Besucherinnen und Besuchern Anklang: Szenenapplaus, Standing Ovations sowie ausgelassene Stimmung im Saal zeigten die positive Resonanz.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Regisseur | Rudi Eckart |
| Mitwirkende (Ehrenamtliche) | über 30 |
| Besucher | Hunderte |
Für das kulturelle Leben im Bezirk ist diese Produktion ein Beispiel dafür, wie lokale Bühnen mit ehrenamtlichem Einsatz Traditionsstoff pflegen und zugleich neue Kräfte einbinden. Die Verbindung von bewährten Darstellerinnen und Darstellern mit frischen Talenten sowie die Live-Musik trugen dazu bei, dem fast 100 Jahre alten Stück neue Impulse zu geben.