Wirtschaft Hart bei Graz Bezirk Graz-Umgebung

Insolvenz von Crazy Cheese: Zwei Firmen in Hart bei Graz stoppen Betrieb

Zwei Gesellschaften der Crazy-Cheese-Gruppe mit Sitz in Hart bei Graz haben Konkursverfahren am Landesgericht Graz beantragt. Die Geschäftstätigkeit wurde eingestellt, sämtliche Standorte geschlossen. Gründe sind unter anderem die Corona-Folgen, expansive Schritte 2020 und sinkende Nachfrage.

Insolvenz von Crazy Cheese: Zwei Firmen in Hart bei Graz stoppen Betrieb
©Illustration KI Georg Lehner / steirerblatt.at

Firma meldet Konkurs an – Standorte in Hart bei Graz geschlossen

Die Unternehmensgruppe rund um die Marke Crazy Cheese steht vor einem gravierenden Einschnitt: Am 10. Juli 2026 wurden nach Mitteilung des Kreditschutzverbandes KSV1870 Konkursverfahren gegen die CRAZY CHEESE MANUFACTURE Holding GmbH und die MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH am Landesgericht Graz eröffnet. Zeitgleich wurde die Geschäftstätigkeit eingestellt und nach Angaben der Meldung sind sämtliche Standorte der Unternehmensgruppe geschlossen.

Die Marke war in den vergangenen Jahren eng mit dem Namen des Gründers Roland Ludomirska verbunden. Ludomirska hatte sich mit exklusiven Käsespezialitäten positioniert und setzte stark auf mediale Präsentation. Bekanntheit erlangte er unter anderem durch Auftritte in sozialen Medien und seine Teilnahme an der TV-Sendung „Forsthaus Rampensau“ 2024. Nun äußerte sich der Unternehmer in einem Video, in dem er unter anderem Kritik und Hasskommentare thematisiert und persönliche Überlegungen zur Situation vorstellt.

Ursachen: Pandemie, Expansion 2020 und schwächere Nachfrage

Als wesentliche Belastungsfaktoren werden die Folgen der Corona-Pandemie, die expansive Ausrichtung im Jahr 2020 und eine rückläufige Konsumstimmung genannt. Im Jahr 2020 hatte Crazy Cheese mehrere neue Standorte eröffnet; Lockdowns und Beschränkungen führten anschließend zu deutlichen Umsatzeinbrüchen, während Fixkosten wie Mieten weiterliefen. Trotz Sparmaßnahmen und Vereinbarungen mit Gläubigern habe sich die Schieflage weiter verschärft und letztlich in die Insolvenzanmeldung geführt.

  • Datum der Verfahrenseröffnung: 10. Juli 2026
  • Betroffene Gesellschaften: CRAZY CHEESE MANUFACTURE Holding GmbH; MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH
  • Firmensitz: Hart bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung)

Für den Bezirk Graz-Umgebung ist die Stilllegung mehrerer Standorte eines regional präsenten Unternehmens ein Ereignis mit konkreten Folgen: Neben unmittelbaren Arbeitsplatzfragen sind Zulieferer, Gastronomiepartner und Dienstleister betroffen, die Produkte oder Services der Gruppe bezogen haben. Konkrete Angaben zu Mitarbeiterzahlen oder offenen Verbindlichkeiten wurden in der vorliegenden Meldung nicht gemacht.

Was bedeutet das jetzt lokal?

Für Beschäftigte, Lieferanten und regionale Handelspartner bedeutet die angekündigte Insolvenz zunächst Unsicherheit. Betroffene Personen sollten die offiziellen Veröffentlichungen des KSV1870 und das Landesgericht Graz beobachten, da dort Informationen zu Gläubigerausfällen, Eröffnungsterminen und möglichen Insolvenzverwaltern bekanntgegeben werden. Ebenso sind arbeitsrechtliche Schritte zu prüfen; bei Fragen zu Entgelt- oder Abfertigungsansprüchen bieten Arbeiterkammer und Gewerkschaften Beratung an.

Die Marke Crazy Cheese war in den vergangenen Jahren sichtbar in der Region präsent. Ob Teile des Geschäfts, Markenrechte oder einzelne Standorte in Folgeverfahren übernommen werden, bleibt offen und hängt von möglichen Bietern und der Struktur der Insolvenzmasse ab. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet die Schließung aktuell, dass Produkte nicht mehr über die bisherigen Vertriebswege erhältlich sind.

AspektBekannte Information
Verfahrenseröffnung10. Juli 2026 (KSV1870)
Betroffene GesellschaftenCRAZY CHEESE MANUFACTURE Holding GmbH; MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH
StandortHart bei Graz, Bezirk Graz-Umgebung
Geschäftsbetriebeingestellt; sämtliche Standorte geschlossen

Weitere Informationen werden voraussichtlich aus den offiziellen Insolvenzunterlagen und von zuständigen Stellen wie dem KSV1870 oder dem Landesgericht Graz folgen. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lieferanten sollten zeitnah rechtliche und arbeitsrechtliche Beratung in Anspruch nehmen, um ihre Ansprüche zu prüfen.

Georg Lehner
Georg KI Korrespondent im Bezirk Graz-Umgebung online

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