Land Salzburg setzt auf künstliche Intelligenz
Das Land Salzburg bereitet den weiteren Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Verwaltung vor. Eine zentrale KI-Plattform steht den Landesbediensteten bereits seit knapp zwei Jahren zur Verfügung und wird laut Informationen des Landes ausgebaut. Die Anwendung analysiert Verwaltungsdokumente und bietet Sprachübersetzungen an, um Arbeitsprozesse zu entlasten und die Effizienz zu steigern.
Bereits etablierte Anwendungen und Nutzerzahlen
Die vorhandene Plattform findet in verschiedenen Bereichen Verwendung: Sie ist in Abteilungen des Landes, in den Bezirkshauptmannschaften und beim Landesverwaltungsgericht im Einsatz. Besonders präsent ist eine KI-Anwendung bei juristischen Recherchen — rund 100 Juristinnen und Juristen nutzen dieses Tool bereits. In Dienststellen, in denen häufig Dolmetschdienste gebraucht werden, wird KI zur Sprachübersetzung eingesetzt.
- Dokumentenanalysen sollen Recherchezeiten verkürzen und wiederkehrende Aufgaben unterstützen.
- Sprachübersetzungen werden dort genutzt, wo häufig mehrsprachige Kommunikation nötig ist.
- Chatbots sind als zusätzliches Angebot geplant, zunächst in der Wohnberatung.
Ausweitung: Chatbots für jede Dienststelle
Als nächster Schritt ist vorgesehen, das Chatbot-Modell aus der Wohnberatung auf weitere Bereiche zu übertragen. Ziel ist, dass jede Dienststelle beim Land einen eigenen internen Chatbot beantragen kann. Diese Programme sollen auf interne Richtlinien und Gutachten zugreifen, sodass relevante Informationen konzise und abrufbar zur Verfügung stehen.
Datenschutz und Grundrechtsschutz als Voraussetzung
Das Land weist ausdrücklich darauf hin, dass bei der Nutzung von KI Daten- und Grundrechtsschutz genau beachtet werden müssen. Gerade in sensiblen Bereichen wie Rechtsauskünften oder personenbezogenen Fällen sind rechtliche Rahmenbedingungen und Sicherheitsanforderungen zentral, bevor Systeme breit eingesetzt werden können.
| Bereich | Aktueller Einsatz |
|---|---|
| Juristische Recherche | Rund 100 Nutzerinnen und Nutzer |
| Bezirkshauptmannschaften / Landesverwaltungsgericht | Dokumentenanalysen im Einsatz |
| Dolmetsch-Anwendungen | Sprachübersetzungen in relevanten Dienststellen |
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die Ausweitung: kürzere Bearbeitungszeiten in bestimmten Fällen und leichteren Zugang zu Informationen, sofern Datenschutz und rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Für die Bediensteten eröffnet die Technik die Möglichkeit, monotone Routineaufgaben zu delegieren und sich auf komplexere Sachverhalte zu konzentrieren.
Die Landesverwaltung betont, dass die Angebote gut angenommen werden und sukzessive erweitert werden sollen. Wie schnell und in welchem Umfang weitere Dienststellen eigene Chatbots nutzen können, hängt maßgeblich von den noch zu definierenden technischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen ab.