Höchste Stufe für digitale Schulentwicklung
Das BRG Reutte ist von der eEducation Austria mit dem Status „Expert Plus“ ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Schule handelt es sich dabei um die höchste Auszeichnung der Initiative für digitale Lehre und digitales Lernen. Gewürdigt wird damit nicht bloß der Einsatz einzelner Geräte oder Programme im Unterricht, sondern eine dauerhaft ausgerichtete Entwicklung der gesamten Schule.
Im Mittelpunkt stehen digitale Lernprozesse, die langfristig im Schulalltag verankert sind. Ebenfalls berücksichtigt werden innovative Formen des Unterrichts sowie die Frage, wie Schülerinnen und Schüler digitale Medien sicher, kritisch und verantwortungsvoll nutzen. Für den Schulstandort in Reutte bedeutet die Zertifizierung damit eine Anerkennung jener Arbeit, die im Unterricht, in der technischen Betreuung und in der pädagogischen Planung zusammenläuft.
Technik als Voraussetzung für Unterricht
Hermann Klocker-Mark, am BRG Reutte als Fachkoordinator für Informatik tätig, verweist auf die Bedeutung der technischen Grundlagen. Eine funktionierende digitale Ausstattung sei demnach keine Nebensache, sondern die Voraussetzung dafür, dass zeitgemäßer Unterricht verlässlich umgesetzt werden könne. Zugleich müsse diese Infrastruktur laufend weiterentwickelt werden. Für den Schulbetrieb heißt das: Digitale Bildung endet nicht mit der Anschaffung technischer Mittel, sondern braucht regelmäßige Wartung und Anpassung.
„Eine verlässliche digitale Infrastruktur ist entscheidend dafür, dass moderner Unterricht überhaupt stattfinden kann – und diese muss laufend weiterentwickelt werden.“
Die praktische Seite dieser Arbeit beschreibt Pascal Rothauer, IT-Administrator des BRG Reutte. Sein Aufgabenbereich besteht darin, digitale Systeme für den Schulalltag bereitzustellen und zu betreuen. Ziel sei, dass diese Anwendungen den Unterricht erleichtern und stabil funktionieren. Gerade diese laufende Betreuung bleibt für den Schulbetrieb im Hintergrund oft unsichtbar, ist für die Nutzung digitaler Angebote aber wesentlich.
Gemeinsame Verantwortung der Schulgemeinschaft
Gabi Rief, pädagogische IT-Fachbetreuungsexpertin, ordnet die Digitalisierung als gemeinsame Entwicklungsaufgabe ein. Pädagogik, Technik und Schulentwicklung müssten zusammen betrachtet werden, damit digitale Bildung nachhaltig gelinge. Die Auszeichnung bezieht sich somit auf ein Zusammenspiel mehrerer Bereiche und nicht auf eine einzelne Maßnahme.
| Bereich | Beitrag zur digitalen Schulentwicklung |
|---|---|
| Informatik | Koordination der technischen und fachlichen Grundlagen |
| IT-Administration | Bereitstellung und Betreuung digitaler Systeme |
| Pädagogische IT-Betreuung | Verbindung von Technik, Unterricht und Schulentwicklung |
| Schulleitung | Einordnung und Weiterführung der gemeinsamen Strategie |
Direktor Christian Meßmer versteht den Status „Expert Plus“ als Bestätigung der Zusammenarbeit innerhalb der Schule. Gleichzeitig sei die Auszeichnung ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Für die Menschen im Bezirk Reutte ist damit vor allem sichtbar, dass digitale Bildung am BRG als fortlaufender Bestandteil der Schulentwicklung behandelt wird. Welche weiteren konkreten Projekte aus der Zertifizierung folgen, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor.
Auszeichnung als Auftrag
Die Zertifizierung markiert daher sowohl einen erreichten Qualitätsstand als auch eine Verpflichtung für die Zukunft. Digitale Lernformen sollen nicht isoliert neben dem regulären Unterricht stehen, sondern diesen sinnvoll unterstützen. Dafür braucht es nach den Aussagen der Verantwortlichen verlässliche Systeme, pädagogische Abstimmung und eine Schulgemeinschaft, die gemeinsame Ziele verfolgt. Das BRG Reutte erhält mit dem „Expert Plus“-Status somit Anerkennung für bestehende Strukturen – und zugleich einen klaren Hinweis darauf, dass digitale Schulentwicklung dauerhaft weitergeführt werden muss.