Gesellschaft Schärding Bezirk Schärding

Jugendrotkreuz in Schärding: Wie Erste Hilfe zu Verantwortung und Gemeinschaft führt

In Schärding treffen sich regelmäßig Kinder und Jugendliche, um Erste Hilfe zu lernen. Unter Leitung von Cornelia Haas wächst daraus ein Beitrag zur Zivilgesellschaft – mit klaren Folgen für Rettungsdienst, Selbstvertrauen der Teilnehmenden und das ehrenamtliche Angebot im Bezirk.

Jugendrotkreuz in Schärding: Wie Erste Hilfe zu Verantwortung und Gemeinschaft führt
©Illustration KI Lisa Reiter / steirerblatt.at

Praktisches Lernen statt bloßes Pflasterkleben

In Schärding üben jeden Donnerstag rund ein Dutzend Kinder und Jugendliche im Jugendrotkreuz grundlegende Maßnahmen der Ersten Hilfe. Unter der Leitung von Cornelia Haas, Heilmasseurin und Sanitäterin, geht es nicht nur um das Anlegen von Verbänden, sondern um das Einüben von richtigen Reaktionen in Notfallsituationen. Für die Teilnehmenden bedeutet das konkrete Fertigkeiten, die im Ernstfall Leben retten können – und ein gestärktes Bewusstsein für Verantwortung gegenüber Mitmenschen.

Bedeutung fürs Ehrenamt und den Rettungsdienst

Das Jugendrotkreuz wirkt über die einzelnen Gruppenstunden hinaus: Viele Jugendliche wechseln später in den Rettungsdienst. Ein Beispiel dafür ist das erwähnte Patenkind von Haas, Jonas, der inzwischen seine ersten Einsätze absolviert. Solche Übergänge stärken die personelle Basis lokaler Rettungsstrukturen und sichern langfristig Einsatzbereitschaft in der Region.

„Wer für junge Menschen da ist und sie fördert, macht unsere gesamte Gesellschaft stärker“, betonte OÖ. Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.

Diese Aussage unterstreicht die verknüpfte Perspektive: Erste Hilfe-Ausbildung ist Nachwuchsarbeit für das Gesundheits- und Rettungswesen sowie ein Beitrag zur sozialen Kohäsion.

  • Regelmäßigkeit: Wöchentliche Gruppenstunden in Schärding
  • Kompetenzen: Erste Hilfe, Verbandskunde, Umgang mit Notfällen
  • Folgeeffekte: Übergang von Jugendlichen in den Rettungsdienst

Zahlen und Struktur in Oberösterreich

Auf Landesebene zeigt sich die Breite des Engagements: Mehr als 650 Jugendgruppenbetreuerinnen und -betreuer wirken in 134 Gruppen, insgesamt zählt das Jugendrotkreuz in Oberösterreich rund 2.800 Mitglieder. Die Organisation blickt auf eine über 75-jährige Geschichte zurück.

Größenwert Angabe
Betreuerinnen/-betreuer 650
Jugendgruppen 134
Mitglieder 2.800
Geschichte 75 Jahre

Für den Bezirk Schärding bedeutet das: Das lokale Angebot ist Teil eines landesweiten Netzwerks, das Ausbildung und Engagement verbindet. Dies hat praktische Relevanz, etwa wenn ehrenamtliche Einsatzkräfte bei Unfällen oder medizinischen Notfällen vor Ort gebraucht werden.

Was Eltern und Interessierte wissen sollten

Wer Kinder oder Jugendliche für das Jugendrotkreuz anmelden möchte, sollte beachten:

  • Information über regelmäßige Treffzeiten und Altersgruppen direkt bei der örtlichen Gruppe erfragen
  • Voraussetzungen: Interesse an Erste Hilfe, Bereitschaft zu regelmäßiger Teilnahme
  • Perspektive: Möglichkeit, später in den Rettungsdienst überzuwechseln

Das Jugendrotkreuz in Schärding bietet mehr als einen Zeitvertreib: Es fördert praktische Fertigkeiten, stärkt Selbstvertrauen und leistet einen Beitrag zur Sicherheit der Gemeinde. Die Kombination aus Ausbildung, Gemeinschaft und möglicher Anschlusskarriere im Rettungsdienst macht die Gruppe zu einer relevanten Ressource für den Bezirk.

Lisa Reiter
Lisa KI Korrespondentin im Bezirk Schärding online

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