Ungewöhnliche Baustellenunfälle auf der B137 beschäftigen Einsatzkräfte
Auf der Bundesstraße B137 bei Schärding kam es innerhalb von rund acht Stunden zu zwei schweren Zwischenfällen im Bereich einer Brückenbaustelle. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Schärding wurde zunächst kurz vor Mitternacht gemeinsam mit der FF St. Florian am Inn alarmiert, um eine eingeklemmte Person aus einem Pkw-ähnlichen Fahrzeug zu befreien.
Vor Ort zeigte sich, dass ein Mopedauto die provisorische Absperrung der Baustelle durchbrochen und kopfüber in eine offene Baugrube gestürzt war. Die Einsatzkräfte stabilisierten das Fahrzeug, retteten die verletzte Person mit einem Spineboard und übergaben sie an das Rote Kreuz. Anschließend barg das schwere Rüstfahrzeug den Wagen mithilfe des Krans.
„Unfallkopie“ wenige Stunden später
Am folgenden Morgen, knapp vor 8 Uhr, ereignete sich im gleichen Baustellenbereich ein zweiter Vorfall: Ein Pkw durchbrach erneut eine Absperrung und landete in einer weiteren Grube. Im Gegensatz zum Nachtunfall konnte die Fahrerin bzw. der Fahrer sich selbst befreien und wurde bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr vom Roten Kreuz betreut. Auch dieses Fahrzeug wurde von der Feuerwehr geborgen, danach konnten die Einsatzkräfte abrücken.
Bedeutung für Verkehrsteilnehmer und Anrainer
Die Vorfälle unterstreichen mögliche Gefahren an provisorisch gesicherten Baustellenstellen: Für Verkehrsteilnehmer bedeutet dies erhöhte Vorsicht in Baustellenbereichen, speziell bei nächtlicher oder frühmorgendlicher Fahrt. Für Anrainer und Pendler ist relevant, dass es durch Bergungsarbeiten zu vorübergehenden Behinderungen auf der B137 kommen kann.
Was sich aus den Einsätzen ablesen lässt
- Die Feuerwehr war bei beiden Einsätzen maßgeblich mit Personenrettung und Fahrzeugbergung beschäftigt.
- Rettungsdienstliche Erstversorgung wurde in beiden Fällen durch das Rote Kreuz sichergestellt.
- Die Vorfälle ereigneten sich im direkten Umfeld einer Brückensanierung, was Fragen zur Absicherung der Baustelle aufwirft.
Für Verkehrsteilnehmer gilt grundsätzlich: Geschwindigkeit an Baustellen reduzieren, auf Beschilderung und Absperrungen achten und bei schlechten Sichtverhältnissen besonders vorsichtig fahren. Bei Beobachtung von beschädigten Absperrungen sollte dies umgehend der Polizei oder der Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden, damit Gefahrenstellen rasch abgesichert werden können.
| Zeitpunkt | Vorgang | Ergebnis |
|---|---|---|
| Kurz vor Mitternacht | Mopedauto durchbricht Absperrung, stürzt in Baugrube | Person eingeklemmt, gerettet, Fahrzeug geborgen |
| Ca. 08:00 Uhr | Pkw durchbricht Absperrung, landet in Baugrube | Person selbst befreit, vom Roten Kreuz versorgt, Fahrzeug geborgen |
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Schärding war bei beiden Einsätzen beteiligt und arbeitete mit der FF St. Florian am Inn sowie dem Roten Kreuz zusammen. Ob polizeiliche Ermittlungen zur genauen Ursache der Unfälle laufen oder ob Maßnahmen zur Verbesserung der Baustellensicherung veranlasst werden, wurde in den Einsatzberichten nicht angegeben.
Die Ereignisse zeigen, wie schnell sich an Baustellen Lage und Risiken ändern können. Für Anrainer und Berufspendler im Bezirk Schärding bedeutet das: erhöhte Aufmerksamkeit auf den Fahrstrecken rund um die B137 und stärkere Beachtung temporärer Verkehrsführungen.