Innviertel Pride: Mehr als ein Tag der Demonstration
Am Samstag, 18. Juli, geht in Ried die zweite Innviertel Pride über die Bühne. Was bei der Premiere 2025 als gemeinsames Projekt von Kulturverein KiK und dem Festival der Regionen begann, wird heuer von einem neu gegründeten Verein getragen: dem Verein Innviertel Pride, der im Dezember ins Leben gerufen wurde und sich für ein offenes Miteinander in der Region einsetzt.
Die Organisatorinnen aus dem Kernteam, Andrea Wollbold und Ute Schneiderbauer, berichten von Erfahrungen aus dem Vorjahr und kündigen ein vielfältiges Programm an. Die Premiere habe zahlreiche Herausforderungen mit sich gebracht, so Schneiderbauer, zugleich sei durch das gemeinsame Engagement ein stabiler Grundstein gelegt worden.
Kontinuität statt Einmalereignis
Der Verein versteht sich nicht nur als Veranstalter der jährlichen Pride-Demonstration, sondern will dauerhaft Präsenz zeigen und sichere Räume schaffen. Neben den Kundgebungen sind regelmäßige Formate geplant und bereits im Angebot:
- monatliche Stammtische
- Lesungen und Spaziergänge
- Clubbings, Karaoke-Abende und lokale Treffen
Viele dieser Angebote finden derzeit im Bezirk Ried statt; das Team bemüht sich aber um regelmäßige Aktivitäten in Schärding und Braunau. Erst kürzlich wurden ein Spaziergang und ein Stammtisch in Altheim veranstaltet, heißt es aus dem Organisationsteam.
„Es war ein Abenteuer und sehr viel Arbeit. Erstmals eine Pride-Demonstration in der Größenordnung in Ried zu veranstalten, brachte einige Hürden mit sich, die wir aber gut meistern konnten.“ — Ute Schneiderbauer
Warum ein Pride-Verein im Innviertel wichtig ist
Für die Initiatorinnen ist der Verein ein Mittel, um langfristig Präsenz zu zeigen und Schutzräume zu schaffen. Wollbold betont, dass es gerade im ländlichen Raum bedeutsam sei, für Rechte einzutreten und sichtbare Anlaufstellen zu bieten. Die Rückmeldungen nach der Premiere bezeichnete Schneiderbauer als durchwegs positiv; einzelne Besucherinnen und Besucher hätten die Veranstaltung als besonders gelungen gelobt.
| Datum | Veranstaltungsort | Träger |
|---|---|---|
| 18. Juli | Ried | Verein Innviertel Pride |
Für Menschen im Bezirk bedeutet die Initiative konkret: mehr Begegnungsmöglichkeiten, regelmäßige Informations- und Austauschformate sowie eine dauerhafte Anlaufstelle für Anliegen rund um Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Die Organisatorinnen wollen mit ihrer Arbeit auch den Dialog innerhalb der Region fördern und zeigen, dass Engagement für Rechte und Sichtbarkeit nicht nur Städterelevanz hat.
Konkrete Programmdetails zur Kundgebung am 18. Juli und Hinweise zu Treffpunkten und Ablauf werden vom Verein in der Folge bekanntgegeben; Interessierte können sich an die Organisatorinnen wenden oder die Ankündigungen vor Ort verfolgen.