In Wiener Neustadt entscheiden sich zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend für den sogenannten Urlaub auf Balkonien oder den Aufenthalt im Kleingarten statt für Fernreisen. Gespräche mit mehreren Kleingärtnerinnen und -gärtnern zeigen, dass der heimische Rückzugsort aus unterschiedlichen Gründen attraktiv ist: er ist jederzeit verfügbar, kostensparend und bietet Ruhe abseits des Alltags.
Warum daheim bleiben?
Mehrere Gartenbesitzerinnen und -besitzer aus der Stadt berichten, dass sie nur selten wegfahren, weil der Garten praktisch vor der Haustür liegt und keine Buchungen nötig sind. Für viele ist der Gemüsegarten, ein kleines Schwimmbecken oder eine Gartendusche ausreichend, um in der heißen Jahreszeit Erholung zu finden. Die persönliche Gestaltung des Gartens und die Möglichkeit, Zeit im Freien zu verbringen, werden als zentrale Vorteile genannt.
Persönliche Motive und Vorteile
Beteiligt haben sich unter anderem Gärtnerinnen und Gärtner aus der Robert-Stolz-Siedlung sowie der Obstgasse. Sie beschreiben ihren Schrebergarten als Privatparadies und Rückzugsort, der Ruhe und Entspannung bietet. Einige sehen die Anlage auch als Form der Altersvorsorge: Investitionen in den Garten bringen langfristigen Nutzen.
„Der Weg ist nicht weit, ich muss nichts Buchen, kann einfach jederzeit das ganze Jahr über herkommen. Und ich bin nicht gezwungen, nichts zu tun. Mein eigenes Paradies“, so eine Kleingärtnerin aus der Robert-Stolz-Siedlung.
Weitere Stimmen heben hervor, dass Gartenanlagen auch soziale Treffpunkte sind. Die Nachbarin ist schnell für ein Gespräch zur Stelle, und das gemeinschaftliche Umfeld verstärkt das Zugehörigkeitsgefühl. Für Familien bietet ein Garten Platz für Freizeitaktivitäten, während Alleinstehende in Teich oder auf der Terrasse Ruhe finden.
Was bedeutet das für Wiener Neustadt?
Für die Stadt und lokale Vereine hat der Trend mehrere praktische Konsequenzen: Die Nachfrage nach Kleingartenparzellen sowie nach Ausstattung (z. B. kleine Pools, Teiche, Gartenduschen) könnte steigen. Daneben entstehen Bedürfnisse nach Pflegeangeboten, städtischen Entsorgungs- und Bewilligungsinformationen sowie nach allgemeinen Regeln zur Nutzung von Kleingartenanlagen. Für Bewohnerinnen und Bewohner, die dauerhaft auf Balkonien setzen, bleibt relevant, wie öffentlich zugängliche Grünflächen, Wasseranschlüsse und Ruhebestimmungen gehandhabt werden.
Die beschriebenen Beispiele stammen aus Gesprächen mit engagierten Hobbygärtnern und zeigen einen Alltagstrend: Statt weiter zu reisen, wird die Nähe zur Natur gesucht — direkt in Wiener Neustadt.
- Ort: Robert-Stolz-Siedlung, Obstgasse (genannte Beispiele)
- Zentrale Motive: Verfügbarkeit, Kostenersparnis, Ruhe, soziale Kontakte
- Ausstattung: Gartendusche, Koi-Teich, kleiner Pool
| Name (genannt) | Ort | Merkmal |
|---|---|---|
| Inge Bock / Monika Buchinger | Robert-Stolz-Siedlung | Kleingärtnerinnen, jederzeit verfügbar |
| Hannes und Anita Winkler | Robert-Stolz-Siedlung | Investieren lieber in Garten |
| Claudia Mach | nicht näher benannt | Koi-Teich, Ort der Stille |
| Kurt und Michaela Weibl | nicht näher benannt | Rückzugsort mit kleinem Pool |
| Familie Hofer | Obstgasse | Komfortable Einrichtung des Gartens |
Für Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter bedeutet dieser Trend konkret: Wer Erholung sucht, muss nicht zwingend weit fahren. Stattdessen könnten städtische Informationen zur Gartennutzung, verfügbare Parzellen und Hinweise zu Sicherheits- und Hygieneaspekten rund um private Wasserbecken für viele Haushalte interessant sein.