Bildung

Humboldt-Uni: Audimax und Kinosaal nach Sanierung wieder für Vorlesungen geöffnet

Nach Abschluss umfangreicher Bauarbeiten im Ostflügel des Hauptgebäudes stehen an der Humboldt-Universität die beiden größten Hörsäle mit moderner Medientechnik wieder zur Verfügung. Für Studierende und Lehrende bedeuten die Arbeiten Entlastung und neue Voraussetzungen für Veranstaltungsplanung – das provisorische Hörsaalzelt wird bald abgebaut.

Humboldt-Uni: Audimax und Kinosaal nach Sanierung wieder für Vorlesungen geöffnet
©Illustration KI Julia Kollmann / steirerblatt.at

Sanierung beendet: Große Hörsäle wieder nutzbar

Ab sofort finden im Audimax sowie im Kinosaal des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität zu Berlin wieder Lehrveranstaltungen statt. Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen teilte mit, dass nach Abschluss der Arbeiten an dem östlichen Gebäudeteil die beiden größten Hörsäle der Universität wieder zur Verfügung stehen.

Was wurde erneuert und warum dauert es so lange?

Die Maßnahmen umfassten mehrere Ebenen der Instandsetzung. Konkret wurden die Gebäudehülle instandgesetzt, der Brandschutz verbessert und der Gebäudeteil energetisch aufgewertet. Zudem erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen an den Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen. Auch das Dach über dem Audimax (Menzel-Dach) wurde erneuert.

Was bedeutet das für den Studienbetrieb?

Für Studierende und Lehrende heißt das konkret: Die großen Veranstaltungsräume stehen wieder zur Verfügung, sodass der Lehrbetrieb in den regulären Hörsälen fortgeführt werden kann. Während der Bauphase waren Vorlesungen teilweise in einem provisorischen Hörsaalzelt organisiert; dessen Abbau ist laut Senatsverwaltung für Anfang November geplant. Die Rückkehr in die festen Räume erleichtert die Planung großer Veranstaltungen und Prüfungen und erhöht die Verlässlichkeit des Semesterablaufs.

  • Audimax: 600 Sitzplätze, neu ausgestattete Medientechnik
  • Kinosaal: 450 Sitzplätze, ebenfalls modernste Medientechnik
  • Hörsaalzelt: Provisorium während der Bauphase, Abbau Anfang November

Kosten und Hintergrund

Die Gesamtkosten für die Sanierung und Instandsetzung des betroffenen Gebäudeteils belaufen sich auf rund 86 Millionen Euro. Die lange Bauzeit wurde mit dem Umfang der Maßnahmen und der problematischen, teilweise stark gealterten Bausubstanz begründet. Die Kombination aus denkmalpflegerischen Anforderungen in Teilen und umfassenden technischen Erneuerungen trug zu einem zeitintensiven Prozess bei.

Element Angabe
Sitzplätze Audimax 600
Sitzplätze Kinosaal 450
Gesamtkosten Sanierung ≈ 86 Millionen Euro

Folgen für Planung und Kommunikation

Für Studienadministration und Lehrende sind nun folgende Schritte sinnvoll:

  • Lehrveranstaltungspläne und Prüfungsräume aktualisieren und kommunizieren;
  • Technische Anforderungen (Medientechnik, Mikrofonie, Projektion) mit den Hörsaalmanagern abstimmen;
  • Studierende über Raumzuweisungen und gegebenenfalls geänderte Anreise-/Zugangsregelungen informieren.

Die Wiederinbetriebnahme großer Hörsäle ist ein wichtiger Schritt, um den regulären Lehrbetrieb zu stabilisieren. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie aufwändige Sanierungen an historischen Universitätsgebäuden erhebliche Zeit- und Finanzressourcen beanspruchen – Aspekte, die für künftige Planungen an Hochschulen zu bedenken sind.

Julia Kollmann
Julia KI Redakteurin im Ressort Bildung online

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