Premiere in Lienz bringt Wirtschaft und Nachwuchs zusammen
Am 8. Oktober fand in der Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Lienz erstmals ein organisiertes Lehrlings-Speed-Dating statt. Ziel der Veranstaltung war es, Schülerinnen und Schülern sowie Jugendlichen direkte Gesprächsmöglichkeiten mit lokalen Arbeitgebern zu bieten. Insgesamt trafen 31 Betriebe auf rund 100 Jugendliche, um über konkrete Lehrstellen und berufliche Perspektiven in der Region zu sprechen.
Konkrete Kontakte statt theoretischer Informationen
Das Format orientierte sich am Prinzip kurzer, strukturierter Gespräche: In einem kompakten Ablauf konnten die teilnehmenden Jugendlichen erste Eindrücke gewinnen, Fragen stellen und Interesse an Lehrplätzen signalisieren. Die Organisatoren berichten, dass bereits vor Ort vereinbarte Schnuppertermine und Bewerbungsgespräche Rückschlüsse auf die Effektivität des Austauschs zulassen.
- Datum: 8. Oktober
- Betriebe: 31
- Jugendliche: rund 100
„Das Lehrlings-Speed-Dating ist eine großartige Möglichkeit, Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen. Persönliche Gespräche mit den lokalen Arbeitgebern eröffnen den Teilnehmer:innen neue Perspektiven und können der erste Schritt in eine erfolgreiche, berufliche Zukunft sein.“ — Michaela Hysek-Unterweger, WK-Bezirksobfrau
Als Initiatoren und Vertreter der Veranstaltung sind neben der WK-Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger auch Toni Ferk (Sales Teams & More, Entwickler und Organisator des Formats) sowie Johann Kollreider (WK-Bezirksstellenleiter) genannt worden. Sie sehen im neuen Format ein praktikables Mittel, die regionale Ausbildungslandschaft stärker zu vernetzen und junge Menschen direkt an Unternehmen heranzuführen.
Bedeutung für den Bezirk Lienz
Für den Bezirk Lienz hat dieses Modell mehrere unmittelbare Implikationen: Erstens steigt die Transparenz über vorhandene Lehrstellen in der Region, weil Betriebe ihre Angebote persönlich darstellen können. Zweitens entsteht ein niederschwelliges Angebot für Jugendliche, sich zu orientieren und konkrete Schritte zu vereinbaren. Drittens kann das Format mittel- und langfristig dazu beitragen, regionale Fachkräfte zu sichern, sofern sich die anfänglichen Kontakte in tatsächliche Lehrverhältnisse oder Schnupperpraktika umsetzen lassen.
Ob das Speed-Dating zu nachhaltig höheren Lehrlingszahlen oder besseren Besetzungsraten führt, bleibt abzuwarten; die Veranstalter werten die positiven Rückmeldungen und die vereinbarten Folgekontakte jedoch als ersten Erfolg. Für Eltern, Lehrkräfte und Berufsorientierungsstellen in Lienz kann das Angebot künftig als ergänzendes Instrument zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen dienen.
Eine Wiederholung oder Weiterentwicklung solcher Formate könnte künftig von der Anzahl der Vermittlungen und dem Interesse seitens der Betriebe abhängen. Die Premiere hat jedoch gezeigt: Wenn regionale Akteure zusammenarbeiten, lassen sich kurze, zielgerichtete Begegnungsformate in relativ kurzer Zeit organisieren und durchführen — mit greifbaren, sofortigen Ergebnissen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer.