EU-Politik nicht nur lernen, sondern erleben
Die HLW FSB Weiz hat in diesem Schuljahr erstmals die unverbindliche Übung „EU und du“ angeboten. Ziel war es, die im Lehrplan verankerte Europakunde durch praktische und kreative Methoden für Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen. Insgesamt nahmen 25 Jugendliche aus den ersten bis vierten Klassen der HLW sowie der Fachschule teil.
Der Kurs lief in geblockten Einheiten alle drei Wochen am Freitagnachmittag und wurde von Lehrkräften der Fächer Wirtschaft sowie Geschichte und Politische Bildung geleitet. Statt rein theoretischer Vermittlung standen Formate im Vordergrund, die das politische Handeln und die Institutionen der EU unmittelbar erlebbar machten.
Methoden und Inhalte
- Actionbound in der Stadt Weiz: Die Schülerinnen und Schüler suchten nach Spuren des EU-Einflusses im lokalen Umfeld.
- EU-Planspiel: Rollenübungen, die Verhandlungsprozesse und Entscheidungsfindung in EU-Gremien simulierten.
- Mediale Projekte wie Memes zum Binnenmarkt und selbst produzierte Videos zum Europatag.
- Gastvorträge zur Vertiefung: Gabriel Nievoll von der Europäischen Kommission und Kathrin Schreiner von Europe Direct gaben authentische Einblicke.
Die praktischen Übungen ergänzten die inhaltlichen Einheiten zu den Grundlagen der EU, ihren Institutionen und Funktionen. Damit sollte die oft abstrakt wirkende Materie für die Jugendlichen konkreter und nachvollziehbarer werden.
Höhepunkt: Studienreise nach Brüssel
Als Abschluss und Höhepunkt des Kurses fand eine fünftägige Erasmus+-Studienreise nach Brüssel statt. Der Aufenthalt diente dazu, die zuvor erarbeiteten Inhalte in der europäischen Hauptstadt zu vertiefen und direkte Eindrücke von politischen Arbeitsweisen vor Ort zu gewinnen.
| Teilnehmer | Format |
|---|---|
| 25 Schülerinnen und Schüler | Actionbound, Planspiel, Projekte, Gastvorträge, Studienreise |
Für Eltern und Bildungspartner in der Region ist relevant, dass die HLW FSB Weiz mit diesem Angebot über reinen Unterricht hinausgeht und Kompetenzen wie politisches Urteilsvermögen, Teamarbeit und Medienkompetenz fördert. Solche praxisorientierten Formate können auch Impulse für andere Schulen im Bezirk geben, die politische Bildung stärken wollen.
Insgesamt zeigt das Projekt, wie Schulen lokale Bildungsarbeit und europäische Bildungspolitik verknüpfen können, um Jugendliche auf demokratische Prozesse vorzubereiten und ihnen die direkte Relevanz von EU-Entscheidungen für das tägliche Leben vor Augen zu führen.