In der Bezirkshauptstadt Weiz hat vor kurzem der Spatenstich für das Wood Vision Lab stattgefunden. Das neue Gebäude wird als österreichisches Innovationslabor für Holz-Leichtbau am Standort des Innovationszentrums W.E.I.Z. errichtet und soll Forschung, Anwendung und Wirtschaft enger miteinander verbinden. Die Bauadresse lautet Franz-Pichler-Straße 36.
Projektumfang und Finanzierung
Für das Vorhaben sind Investitionen in der Höhe von rund 9,5 Millionen Euro vorgesehen. Geplant ist ein Objekt, das im Vollausbau über acht Geschosse verfügen kann; realisiert wird das Bauvorhaben in zwei Abschnitten. Der erste Abschnitt umfasst fünf Geschosse und soll laut Plan bis Herbst 2027 umgesetzt sein.
Partner und Zielsetzung
Träger des Wood Vision Lab ist ein Gesellschafterkonsortium, dem folgende Partner angehören:
- Innovationszentrum W.E.I.Z. (Stadtgemeinde Weiz)
- Weitzer Woodsolutions GmbH
- SFG – Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
- Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
- TU Graz
- Diözese Graz-Seckau
Das Projekt wird zusätzlich durch Fördermittel von Europäischer Union, Bund und Land Steiermark unterstützt. Als Geschäftsführung des neuen Labors wurden Bernadette Karner und Helmut Wiedenhofer genannt. Ziel ist, eine internationale Schnittstelle zwischen Forschung, Praxis, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft zu etablieren, um die Entwicklung sowie die industrielle Anwendung von ökologischen Leichtbau-Hybridwerkstoffen auf Holz- und Biobasis voranzutreiben.
Konsequenzen für den Bezirk Weiz
Für die Region bringt das Wood Vision Lab mehrere konkrete Effekte mit sich: Zum einen entstehen zusätzliche räumliche Kapazitäten für Start-ups und Forschungsteams in Form von vermietbaren Akzeleratoren-Büros und Technikum; zum anderen wird der Standort W.E.I.Z. als Innovationscampus weiter gestärkt. Die Bündelung von Wirtschaft und Forschung kann lokale Zulieferketten für Holzbau und biobasierte Werkstoffe beleben und potenziell Arbeitsplätze in Entwicklung, Produktion und Dienstleistungen fördern.
Für Unternehmen und Handwerksbetriebe im Bezirk eröffnen sich Kooperationsmöglichkeiten, etwa bei Prototypentwicklung, Materialtests und bei der Adaptierung neuer Leichtbauweisen. Bildungs‑ und Forschungseinrichtungen profitieren von räumlichen Verschränkungen und der Vernetzung mit Industriepartnern.
Zeitplan und Nutzungsangebot
Der erste Bauabschnitt (fünf Geschosse) ist bis Herbst 2027 avisiert; im Vollausbau soll das Gebäude bis zu acht Stockwerke umfassen. Das Raumangebot wird neben Labor- und Technikbereichen auch Flächen für Vernetzungs‑ und Veranstaltungszwecke sowie für vermietbare Büros enthalten. Damit ist das Projekt sowohl als Entwicklungsstandort als auch als Anlaufstelle für regionale und internationale Akteure ausgelegt.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Investitionsvolumen | ~9,5 Millionen Euro |
| Adresse | Franz-Pichler-Straße 36, Weiz |
| Bauphasen | 2 (Erster Abschnitt: 5 Geschosse) |
| Fertigstellung Abschnitt 1 | Herbst 2027 |
| Träger | Innovationszentrum W.E.I.Z., Weitzer Woodsolutions, SFG, Joanneum Research, TU Graz, Diözese Graz-Seckau |
Insgesamt markiert das Wood Vision Lab einen weiteren Schritt, die oststeirische Wirtschaftsstruktur in Richtung nachhaltiger, forschungsgeprägter Produktion zu entwickeln. Für Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Beschäftigte im Bezirk Weiz bedeutet das Projekt konkrete Chancen zur Vernetzung, zur Mitgestaltung neuer Materiallösungen und zur Stärkung eines regionalen Innovationsökosystems.