Wiederbelebtes Brauchtum auf der Wieden
Auf der Wieden in Rossegg (Gemeinde Birkfeld) haben Anrainer und Brauchtumspflegende das traditionelle Absperren bei einer Hochzeit nach einer Pause von 16 Jahren wieder aufleben lassen. Die Wiedener riefen den alten Brauch auf dem Biohof Stelzer ins Leben, gaben dem frisch vermählten Paar Aufgaben mit auf den Weg und schufen damit einen lokalen Festakt, der Handwerk, Sport und Dorfgemeinschaft zusammenführte.
Prüfungen nach Beruf und Hobby
Das Brautpaar, Mathias Wiedenhofer und seine Lebensgefährtin Tanja, wurde mit Herausforderungen konfrontiert, die exakt auf ihre Berufe und Freizeitinteressen zugeschnitten waren. Der Bräutigam, gelernter Zimmerer und neuer Bauernbundobmann von Koglhof, musste handwerklich anpacken und einen vorbereiteten Dachstuhl gemeinsam mit der Braut fertigstellen. Die Braut, Angestellte der Gemeinde Birkfeld und passionierte Reiterin, absolvierte einen Parcours auf einem Steckenpferd — eine Hürde, die sie als erfahrene Turnierreiterin routiniert nahm.
- Ort: Biohof Stelzer, Wieden, Rossegg (Gemeinde Birkfeld)
- Brautpaar: Mathias Wiedenhofer und Tanja
- Organisatoren: Alexander Stelzer und Werner Sommerauer
- Besonderheit: Wiederaufnahme des Brauchs nach 16 Jahren
Bürgerliches Miteinander und Gemeinschaftspflege
Das Ereignis ist mehr als ein einmaliger Scherz: Es steht für lebendige Dorfgemeinschaft und für die Bereitschaft, lokale Traditionen wieder aufzugreifen und anzupassen. Dass das Brautpaar die Absperrer im Anschluss auf den Vorzeigebauernhof der Familie Wiedenhofer einlud, zeigt die soziale Funktion solcher Rituale: Sie verknüpfen Nachbarschaft, Anerkennung und gemeinsames Feiern. Solche Bräuche stärken Netzwerke in kleineren Gemeinden und liefern Anknüpfungspunkte für generationenübergreifende Teilhabe.
Praktische Bedeutung für die Gemeinde
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Rossegg und der umliegenden Orte hat die Wiederbelebung des Absperrens mehrere konkrete Effekte:
- Förderung des lokalen Zusammenhalts durch gemeinsame Vorbereitungen und Feierlichkeiten.
- Weitergabe von Traditionen an jüngere Generationen, die sonst in Vergessenheit geraten könnten.
- Stärkung lokaler Identität, die sich auch in kleineren Gemeindeereignissen ausdrückt.
Organisation und Beteiligte
Als Organisatoren fungierten Alexander Stelzer und Werner Sommerauer, die das Programm der Schikanen zusammenstellten und die Durchführung begleiteten. Das Brautpaar zeigte sich begeistert von der kreativen Ausgestaltung und revanchierte sich mit einer Einladung zum anschließenden Fest auf dem Familienbetrieb Wiedenhofer.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Tradition | Absperren (Hochzeitsbrauch) |
| Pause | 16 Jahre |
| Veranstaltungsort | Biohof Stelzer, Wieden, Rossegg (Gde. Birkfeld) |
Solche Ereignisse werfen aber auch Fragen auf: Wie kann die Gemeinde weitere traditionelle Veranstaltungen unterstützen, damit sie dauerhaft Bestand haben? Welche Initiativen braucht es, um junge Menschen aktiv einzubinden? Die Wiedener Antwort war praktisch und unmittelbar: Mitmachen, anpassen, feiern.
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Weiz bleibt die Rückkehr des Absperrens ein positives Signal für lebendige Dorfkultur. Wer sich an künftigen Veranstaltungen beteiligen möchte, findet Orientierung bei den namentlich bekannten Organisatoren vor Ort oder über die Gemeinde Birkfeld, die als Ansprechpartnerin für lokale Festaktivitäten dient.