Neues Forschungszentrum entsteht
In Weiz erfolgte am Montag der offizielle Spatenstich für das "Wood Vision Lab", ein Forschungszentrum, das sich auf Holz als Leichtbau-Werkstoff konzentriert. Das Projekt ist Teil des Innovationszentrums Weiz: Dort soll künftig ein fünftes Gebäude in moderner Holzbauweise errichtet werden, in dem Forschung und Entwicklung rund um holzbasierte Technologien gebündelt werden.
Fokus: Holz als Hightech-Bauteil
Das Zentrum will neue Anwendungsfelder für Holz erschließen, insbesondere für Hightech-Leichtbau. Die Geschäftsführerin des Wood Vision Lab, Bernadette Karner, betonte, dass bereits Forschungsprojekte am Markt erste holzbasierte Bauteile platziert hätten. Ziel sei, den natürlichen Rohstoff verstärkt in technische Anwendungen zu bringen – etwa in Mobilitäts- und Industrieanwendungen.
„Wir haben die Forschung und Entwicklung vor rund zwölf Jahren gestartet und sind mittlerweile so weit, erste holzbasierte Bauteile am Markt zu platzieren.“
Partner aus der Industrie
Für die Entwicklung von Leichtbaulösungen steht das Projekt in Kooperation mit namhaften Industriepartnern. Genannt wurden unter anderem Volkswagen, BMW und Siemens Mobility. Konkrete Beispiele aus der laufenden Forschung umfassen die Entwicklung von strukturellen Bauteilen, etwa einen Seitenaufbau zur Verbesserung des Insassenschutzes.
Regionale Bedeutung und Kapazitäten
Die Steiermark ist mit rund 62 Prozent Waldanteil das waldreichste Bundesland Österreichs; die Holzwirtschaft beschäftigt in der Region eine nennenswerte Zahl von Unternehmen und Arbeitskräften. Die im Bericht genannten Zahlen fassen die regionale Bedeutung zusammen:
| Indikator | Zahl |
|---|---|
| Waldanteil in der Steiermark | 62% |
| Betriebe in der Holzwirtschaft | 5.300 |
| Beschäftigte in der Branche | über 55.000 |
Was bedeutet das für den Bezirk Weiz?
- Das neue Gebäude stärkt den Standort Weiz als Innovationszentrum und schafft Infrastruktur für Forschung im Leichtbau.
- Kooperationen mit Großunternehmen können Technologietransfer fördern und regionale Zulieferketten ankurbeln.
- Für die lokale Holzwirtschaft eröffnen sich mögliche neue Absatzfelder, etwa in der Mobilitäts- und Luftfahrtindustrie.
Das Wood Vision Lab wird damit nicht nur als Forschungsstandort sichtbar, sondern könnte auch konkrete wirtschaftliche Impulse für die Region bringen. Für Betriebe und Beschäftigte in der Holzwirtschaft sowie für Zulieferer und Ingenieure im Bezirk Weiz sind die nächsten Schritte der Umsetzung – Planung, Bau und die erste Projektphase mit Industriepartnern – von besonderem Interesse.
Weitere Details zur Baumaßnahme, dem Zeitplan für die Fertigstellung des Gebäudes und zu konkreten Förderungen oder Stellenwirkungen wurden bei Bekanntgabe des Spatenstichs noch nicht im Detail genannt. Beobachter vor Ort werden die Entwicklung der Kooperationen mit den genannten Industriepartnern und die anschließende Markteinführung erster Produkte genau verfolgen.