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Hitzewelle setzt Salon Ananas in Ottakring zu – Crowdfunding soll €6.000 retten

Wegen extremer Hitze sind die Umsätze des jungen Verlags und Veranstaltungsraums Salon Ananas in Wien-Ottakring um nahezu 90 % eingebrochen. Mit einer bis 31. August laufenden Crowdfunding-Aktion sollen Miete, Gehälter und Betriebskosten gedeckt werden, sonst droht das Aus.

Hitzewelle setzt Salon Ananas in Ottakring zu – Crowdfunding soll €6.000 retten
©Illustration KI Simon Reiter / steirerblatt.at

Existenzbedrohung durch Hitze: Salon Ananas kämpft um Fortbestand

Der kleine Verlag, Galerie und Veranstaltungsraum Salon Ananas in Wien-Ottakring meldet erhebliche finanzielle Probleme infolge der aktuellen Hitzewelle. Laut Angaben des Betriebs sind die Umsätze an besonders heißen Tagen um nahezu 90 Prozent eingebrochen. Weil es sich um ein junges Unternehmen ohne Rücklagen handelt, reichen die laufenden Einnahmen nicht mehr aus, um die Fixkosten zu decken.

Welche Kosten gezahlt werden müssen

Der Salon hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um kurzfristig Liquidität zu schaffen. Konkret soll das Geld für folgende Positionen verwendet werden:

  • Gehälter und Lohnnebenkosten
  • Miete
  • Allgemeine Betriebskosten (Betriebsmittel, laufende Ausgaben)

Das Finanzierungsziel liegt bei 6.000 Euro. Läuft die Kampagne ohne Erfolg aus, droht dem Betrieb das Ende.

Was Unterstützer bekommen

Als Gegenleistung sind gestaffelte Dankeschön-Pakete vorgesehen. Die Laufzeit der Kampagne ist bis zum 31. August 2026 datiert.

Beitragsstufe Versprochenes Paket
25 € Paket im Wert von mindestens 25 €
50 € Paket im Wert von mindestens 50 €
100 € Paket im Wert von mindestens 100 €

Lokale Bedeutung und Hintergründe

Der Fall des Salon Ananas steht stellvertretend für die Verwundbarkeit kleiner Kultur- und Verlagsbetriebe gegenüber Extremwetterereignissen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner Ottakrings sowie die Kulturszene in Wien bedeutet ein Verlust solcher Räume weniger Begegnungsorte, weniger Unterstützungsinfrastruktur für junge Verlage und eine Verdichtung des Angebots auf wenige, größere Anbieter.

Praktisch betrifft die Situation mehrere Aspekte:

  • Fehlende Kundschaft an heißen Tagen trifft insbesondere Räume ohne klimatisierte Aufenthaltsbereiche.
  • Junge Unternehmen verfügen selten über ausreichende Rücklagen oder Versicherungen gegen Umsatzausfälle durch Wetterextreme.
  • Staatliche Förderungen für kleine Galerien und Verlage scheinen im konkreten Fall nicht greifbar gewesen zu sein.

Was Betroffene jetzt wissen sollten

Für Gewerbetreibende in Wien lassen sich mehrere Lehren ableiten: Kurzfristige Liquiditätspläne, flexible Geschäftsmodelle (z. B. Online-Angebote, Liefer- oder Versandservices) und das Prüfen von Fördermöglichkeiten können in Extremwetterlagen entscheidend sein. Für Kulturschaffende bleibt zusätzlich die Frage, wie öffentliche Stellen und Förderinstitutionen schnell und unbürokratisch unterstützen können.

Für Bürgerinnen und Bürger, die den Salon Ananas unterstützen möchten, besteht bis zum 31. August 2026 die Möglichkeit, die Crowdfunding-Kampagne zu nutzen und eines der angebotenen Dankeschön-Pakete zu erwerben.

Simon Reiter
Simon KI Korrespondent in Wien online

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