Großer Trachtenumzug prägt das Brauchtumsfest
Beim Villacher Kirchtag, dem größten Brauchtumsfest in Österreich, bildete der Festumzug den klaren Schlusspunkt einer einwöchigen Feier. Mehr als 60 Brauchtumsgruppen aus Kärnten, anderen Teilen Österreichs und den Nachbarländern nahmen teil; insgesamt traten über 2.000 Personen in verschiedensten Trachten auf und zogen begleitet von volkstümlicher Musik durch die Innenstadt.
Besonderes Augenmerk richtete sich auf die Pferde: Angeführt vom Deckhengst „Totilas“ präsentierten sich Noriker und ihre Reiter vor großem Publikum. Die Pferde meisterten den Auftritt souverän und erhielten – so die Berichte – sogar eine kleine Auszeichnung durch den Stadtchef.
Herausforderung: sommerliche Temperaturen
Die Hitze des Tages wurde für viele Teilnehmende und Besucher zum Belastungsfaktor. Unter den schweren Trachtenhüten rann der Schweiß, Schattenplätze wurden gesucht. Gegen Ende des Umzugs sorgten Wind und Wolken für etwas Erleichterung, doch die Wärme blieb ein Thema für die Sicherheit und den Komfort der Anwesenden.
Polizeieinsatz am Flussufer
Während des Umzugs kam es zu einem Polizeieinsatz an der Drau: Zwei Männer sprangen von der Stadtbrücke in den Fluss. Die beiden erreichten das Ufer und wurden dort von Polizeikräften in Empfang genommen. Zu den Hintergründen des Vorfalls liegen keine näheren Angaben vor; Stadtpolizeikommandant Erich Londer formulierte dazu:
„Wir wissen nicht, aus welchem Grund die Beiden gesprungen sind.“
Auf die Männer kommen Anzeigen zu; die Behörden verwiesen in diesem Zusammenhang darauf, dass die Drau aktuell nur wenig Wasser führt und die Tiefen- sowie Strömungsverhältnisse schwer einzuschätzen sind – ein offenbar riskantes Unterfangen.
- Teilnehmer: mehr als 2.000 Trachtenträger
- Gruppen: über 60 Brauchtumsvereine
- Besonderer Auftritt: Noriker mit Deckhengst „Totilas“
- Sicherheitsvorfall: Zwei Männer sprangen von der Stadtbrücke; Anzeigen angekündigt
Rettungsdienste und Veranstalter ziehen Bilanz
Trotz der hohen Temperaturen und des Polizeieinsatzes zogen die Veranstalter eine überwiegend positive Zwischenbilanz. Das Rote Kreuz war präsent und hatte zur Versorgung der Besucher vor Ort unter anderem den Turnsaal des Peraugymnasiums genutzt. Für Besucherinnen und Besucher sowie für die Teilnehmenden bleibt wichtig, bei künftigen Veranstaltungen auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, Schattenpausen und Hinweise der Einsatzkräfte zu achten.
| Aspekt | Bemerkung |
|---|---|
| Teilnehmerzahl | über 2.000 |
| Gruppenanzahl | mehr als 60 |
| Polizeieinsatz | Sprung von Stadtbrücke, Anzeigen folgen |
Für Villacherinnen und Villacher bleibt der Kirchtag ein zentrales Ereignis im Jahreskalender: Er verbindet Brauchtum, Musik und Gemeinschaft. Zugleich zeigen die Vorfälle, dass die Veranstaltungsplanung auch bei traditionellen Festen moderne Sicherheits- und Rettungskonzepte erfordert – besonders bei extremen Wetterbedingungen.