Eine ungewöhnliche Klassenfahrt tauschte für 24 Stunden Schulbank gegen Tarnuniform: Einige Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen des Gymnasiums Güssing nahmen an einer Praxisübung des Jägerbataillons 19 in der Montecuccoli‑Kaserne teil. Die Aktion bot den Jugendlichen einen engen Einblick in den Alltagsbetrieb des Bundesheeres, verband praktisches Lernen mit Orientierung in Sachen Beruf und Ausbildung und wurde von Lehrkräften begleitet.
Programm und Höhepunkte
Die Teilnehmenden wurden mit Uniformen versorgt und in das Übungsprogramm des Bataillons eingegliedert. Auf dem Plan standen unter anderem:
- Grundlegendes Kennenlernen persönlicher Ausrüstung und verschiedener Waffensysteme
- Bau von Unterkünften im Gelände
- eine Nachtübung mit anschließender Übernachtung unter freiem Himmel
- Abseilen von der Burg Güssing – für viele der eindrückliche Höhepunkt
Beteiligte und Zielsetzung
Die Begleitung erfolgte durch die betreuenden Lehrkräfte Jürgen Pranger und Laura Ascher, Direktor Robert Antoni sowie den Bataillonskommandanten Christian Luipersbeck. Die Schule und das Bundesheer hoben die Bedeutung der Partnerschaft hervor: Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur besondere Erfahrungen, sondern wurden auch über berufliche Perspektiven im Bundesheer informiert.
„Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten nicht nur außergewöhnliche Erlebnisse, sondern lernen auch einen attraktiven Arbeitgeber in der Region kennen und gewinnen Einblicke in mögliche berufliche Perspektiven“,
wie Direktor Antoni betonte. Bataillonskommandant Luipersbeck machte deutlich, dass das Bundesheer verschiedene Karrierewege eröffnet – vom freiwilligen Dienst bis zur Offiziersausbildung an der Militärakademie.
Bedeutung für Güssing
Für den Bezirk Güssing hat die Übung mehrere praktische Folgen: Sie stärkt die Verbindungen zwischen Schule und regionalen Arbeitgebern, schafft reale Anknüpfungspunkte für Berufsorientierung und macht Ausbildungswege sichtbar, die örtliche Jugendliche sonst allenfalls theoretisch kennen. Solche Angebote können bei der Entscheidung für eine Ausbildung oder einen Beruf in der Region eine Rolle spielen.
Was das für Eltern und Schüler bedeutet
Eltern und Erziehungsberechtigte sollten wissen, dass derartige Programme sowohl praktische Fertigkeiten (Teamarbeit, Orientierung, Umgang mit Ausrüstung) als auch Entscheidungsgrundlagen für die berufliche Zukunft liefern. Interessenten können sich bei der Schulleitung über weitere Kooperationen und Informationsangebote zum Thema Berufsorientierung erkundigen.
| Ort | Teilnehmende | Veranstalter |
|---|---|---|
| Montecuccoli‑Kaserne, Güssing | Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen (Gymnasium Güssing) | Jägerbataillon 19 in Kooperation mit Gymnasium Güssing |
Die Übung bleibt als konkretes Beispiel für Kooperationen zwischen Bildungsinstitutionen und Regionalakteuren relevant – gerade in ländlichen Bezirken wie Güssing, wo Ausbildungswege und regionale Arbeitgeber oft eng verzahnt sind.