In Güttenbach kam es am Freitagnachmittag zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw mit Anhänger ins Schleudern geriet und in den Straßengraben rutschte. Beide Insassen blieben unverletzt. Die Situation gestaltete sich allerdings dadurch komplizierter, dass der Anhänger unter einer Hochspannungsleitung liegenblieb und deshalb besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich wurden.
Einsatzablauf und Sicherheitsmaßnahmen
Bevor mit der Bergung begonnen werden konnte, musste laut Angaben der Einsatzkräfte die betreffende Leitung durch Netz Burgenland abgeschaltet werden. Erst nach erfolgter Abschaltung konnte die Feuerwehr sicher anrücken und die Bergungsarbeiten aufnehmen. Die enge Lage unter der Leitung machte außerdem den Einsatz eines Krans nötig.
Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Güssing nachalarmiert. Mit dem Kranfahrzeug der Güssinger Wehr sowie der Seilwinde des Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Güttenbach gelang es, das Gespann aus der misslichen Lage zu befreien. Der Anhänger war beim Unfall umgekippt, das Pkw-Gespann konnte schließlich geborgen werden.
Stärke der Einsatzkräfte
Insgesamt standen laut Einsatzbericht 27 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Die genaue Aufschlüsselung der beteiligten Kräfte und Fahrzeuge zeigt die koordinierte Zusammenarbeit der örtlichen Wehren:
- Freiwillige Feuerwehr Güttenbach: 21 Mitglieder, 3 Fahrzeuge
- Feuerwehr Güssing: 6 Mitglieder, 2 Fahrzeuge (inkl. Kranfahrzeug)
- Weitere Kräfte: Polizei, Netz Burgenland
| Einheit | Mitglieder | Fahrzeuge |
|---|---|---|
| Freiw. Feuerwehr Güttenbach | 21 | 3 |
| Feuerwehr Güssing | 6 | 2 |
Bedeutung für Anwohner und Verkehr
Der Vorfall macht deutlich, wie empfindlich Bergungsarbeiten werden können, wenn Energieinfrastruktur betroffen ist. Die Abschaltung der Leitung durch den Netzbetreiber ist zwingend, um Gefährdungen für Einsatzkräfte und Unfallbeteiligte auszuschließen. Für Anrainer und Verkehrsteilnehmer bedeutet das in solchen Fällen kurzfristige Einschränkungen und höhere Koordinationsaufwände der Einsatzorgane.
Glücklicherweise blieben bei dem Unfall alle Beteiligten unverletzt. Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und dem Netzbetreiber verhinderte weitreichendere Risiken. Polizeiangaben bestätigen, dass keine weiteren Maßnahmen über die Bergung hinaus notwendig waren.
Für die Bevölkerung im Bezirk Güssing sei zu beachten, dass bei Unfällen in der Nähe elektrischer Anlagen immer mit Verzögerungen zu rechnen ist und Einsätze zumeist enger Abstimmung zwischen Einsatzkräften und Netzbetreibern bedürfen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.