Große Investition am Standort Marchtrenk
Der Intralogistik-Hersteller TGW hat am Standort Marchtrenk eine neue Produktionshalle samt hochautomatisiertem Lagersystem in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst eine Produktionsfläche von 16.000 Quadratmetern und ein Lager mit insgesamt 60.000 Stellplätzen. Insgesamt investiert das Unternehmen 150 Millionen Euro in den Ausbau seines Headquarters.
Was die Anlage technisch auszeichnet
Herzstück des Ausbaus ist die moderne Halle, in der künftig unter anderem Shuttle-Roboter, Regalbediengeräte und Fördertechnik gefertigt werden. Laut Bericht sollen Teile der Produktion vom Standort Wels nach Marchtrenk übersiedelt werden, wodurch Transportwege verkürzt und Abläufe effizienter werden.
- Investitionsvolumen: 150 Millionen Euro (100 Millionen bereits für neue Infrastruktur, weitere 50 Millionen für Büroerweiterung bis Anfang 2028)
- Produktionsfläche: 16.000 m²
- Lagerkapazität: 60.000 Stellplätze
- Photovoltaik: 7.200 m² Anlage zur Versorgung der Produktion
- Wachstumsziel: Umsatzverdopplung auf 2 Milliarden Euro bis 2030 (laut Unternehmensangaben)
Regionale Bedeutung und Folgen
Die Verlagerung von Produktionsbereichen nach Marchtrenk und der Ausbau der Kapazitäten können für die Stadt und die Region mehrere Effekte haben: Eine mögliche Zunahme an Arbeitsplätzen vor Ort durch Erweiterung der Fertigung, eine Stärkung der lokalen Zulieferketten sowie höhere Auslastung von Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur. Zudem kann die Gewerbesteuerbasis langfristig wachsen, wenn zusätzliche Produktionsvolumina und Beschäftigung entstehen.
Für die Energieversorgung der Produktion setzt TGW auf eine großflächige Photovoltaikanlage mit 7.200 Quadratmetern, die unter optimalen Bedingungen den gesamten Strombedarf der Produktion decken kann. Dies reduziert die Abhängigkeit von externer Energiezufuhr und hat Auswirkungen auf die betriebliche Nachhaltigkeitsbilanz des Unternehmens.
Finanzierung und Zeitplan
Von den insgesamt angekündigten 150 Millionen Euro sind laut Unternehmensangaben bereits 100 Millionen Euro in die neue Infrastruktur geflossen. Weitere 50 Millionen Euro sind für die Erweiterung des Bürogebäudes vorgesehen und sollen bis Anfang 2028 umgesetzt werden. TGW nennt als Ziel, den Umsatz bis 2030 auf 2 Milliarden Euro zu verdoppeln; das Unternehmen beruft sich dabei auf zuletzt hohe Auftragseingänge.
| Position | Zahl / Zeitraum |
|---|---|
| Gesamtinvestition | 150 Mio. € |
| Bereits investiert | 100 Mio. € |
| Geplante Büroerweiterung | 50 Mio. € (bis Anfang 2028) |
| Produktionsfläche | 16.000 m² |
| Lagerstellplätze | 60.000 |
| Photovoltaikfläche | 7.200 m² |
| Umsatzziel | 2 Mrd. € bis 2030 |
Offene Fragen für die Gemeinde
Trotz der eindeutigen Zahlen bleiben für die Stadt mehrfach praktische Fragen: Wie viele neue direkte Arbeitsplätze entstehen konkret in Marchtrenk? In welchem Maße werden Zulieferbetriebe der Region einbezogen? Welche verkehrlichen Anpassungen sind nötig, wenn Produktion und Logistik am Standort zunehmen? Antworten auf diese Punkte werden für die kommunale Planung und die Interessenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner wichtig sein.
Insgesamt bedeutet die Inbetriebnahme für Marchtrenk einen klar erkennbaren Schwerpunkt in der regionalen Industrieentwicklung. Die Auswirkungen auf Beschäftigung, Gewerbesteueraufkommen und die städtische Infrastruktur sind in den kommenden Jahren genau zu beobachten.