Größtes Agri‑PV‑Projekt der Energie AG startet in Pennewang
In Pennewang wurde am Montag der Baubeginn für die bislang größte Agri‑Photovoltaik‑Anlage der Energie AG markiert. Laut Unternehmensangaben erreicht das Projekt eine installierte Leistung von 14,43 Megawatt Peak (MWp) und soll jährlich rund 19 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Anlage ist nach Vorhaben der Energie AG ab dem Frühjahr 2027 in Betrieb und kann dann den Bedarf von etwa 5.400 Haushalten decken.
Flächenutzung und Technik
Charakteristisch für Agri‑PV ist die Kombination von Energiegewinnung und landwirtschaftlicher Nutzung; in Pennewang bleiben mehr als 75 Prozent der Fläche für den Ackerbau erhalten. Die Photovoltaik‑Module werden auf einem sogenannten Trackersystem montiert, das die Ausrichtung nach dem Sonnenstand automatisch anpasst, um eine hohe Stromproduktion mit praktikabler Bewirtschaftung zu verbinden.
„Mit der Agri‑PV‑Anlage in Pennewang stärken wir die Stromerzeugung vor Ort und setzen ein klares Zeichen für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, sagte Energie‑AG‑Chef Leonhard Schitter beim Spatenstich.
Auch aus kommunaler Sicht gibt es Zustimmung: Pennewangs Bürgermeister und Präsident der Landwirtschaftskammer, Franz Waldenberger (ÖVP), bewertete das Konzept positiv mit Blick auf die fortgesetzte landwirtschaftliche Nutzung.
Auswirkungen für den Bezirk Wels‑Land
Für Landwirtinnen und Landwirte im Bezirk bedeutet das Projekt konkrete Änderungen in der Bewirtschaftung: Pflanzenanbau wird weiterhin möglich bleiben, zugleich können Flächen zusätzliche Einnahmen durch Pacht oder Kooperation mit dem Projektträger generieren. Auf Gemeindeebene erhöht die Anlage die lokale Stromerzeugung und trägt zur Umsetzung regionaler Klimaziele bei.
- Installierte Leistung: 14,43 MWp
- Jährliche Stromerzeugung: 19 GWh
- Versorgungskapazität: rund 5.400 Haushalte
- Module: etwa 22.200
- Erwartete CO₂‑Einsparung über 30 Jahre: ~137.000 Tonnen
Weitere regionale Projekte
Die Energie AG plant bzw. realisiert daneben weitere Agri‑PV‑Anlagen in der Umgebung; explizit genannt wurden Projekte in Schalchen und Neuhofen an der Krems. Für die regionale Energieinfrastruktur bedeutet das eine Verdichtung dezentraler Erzeugungskapazitäten, was Netze und Abstimmungen mit Netzbetreibern vor neue Aufgaben stellen kann.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Leistung | 14,43 MWp |
| Jährliche Produktion | 19 GWh |
| Module | 22.200 |
| Versorgte Haushalte | ca. 5.400 |
| CO₂‑Einsparung (30 Jahre) | ~137.000 t |
Für Betroffene im Bezirk sind folgende Punkte praktisch relevant: Die Planungen sehen vor, dass die Fläche weiter landwirtschaftlich genutzt werden kann; Details zur Pacht, konkreten Bewirtschaftungsmethoden unter und zwischen den Modulen sowie mögliche Entschädigungs‑ und Kooperationsmodelle werden zwischen Energie AG, Gemeinde und beteiligten Landwirtinnen und Landwirten zu klären sein. Zudem bleibt die Abstimmung mit dem Netzbetreiber wichtig, damit die zusätzliche Einspeisung sicher und wirtschaftlich funktioniert.
Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Frühjahr 2027 avisiert; bis dahin stehen Bauarbeiten und die Installation der Module an. Die Energie AG rechnet über die geplante Laufzeit von 30 Jahren mit der genannten CO₂‑Reduktion und einer bedeutenden lokalen Stromproduktion.