Kontrollen gegen Tuning, Lärm und Raserei
Bei einer groß angelegten Schwerpunktaktion am 7. August haben die Verkehrsbehörden in Wels und dem Bezirk Wels-Land zahlreiche Verstöße festgestellt. Zwischen 16 und 24 Uhr führten Streifen der Landesverkehrsabteilung, des Stadtpolizeikommandos Wels und des Bezirkspolizeikommandos Wels-Land gemeinsam Kontrollen mit Unterstützung von Amtssachverständigen durch. Im Fokus standen illegales Fahrzeugtuning, übermäßiger Fahrzeuglärm und Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Insgesamt wurden 126 Fahrzeuge kontrolliert. Davon unterzogen sich 28 einer sofortigen technischen Begutachtung bei der Kfz-Prüfstelle in der Welser Voralpenstraße. Die Sachverständigen attestierten an zwölf Fahrzeugen so gravierende technische Mängel, dass von einer „Gefahr im Verzug" ausgegangen wurde; die Kennzeichen dieser Fahrzeuge wurden noch vor Ort abgenommen und die Fahrzeuge damit außer Verkehr gesetzt.
Rechtliche Folgen und Anzeigen
Die Polizei erstattete insgesamt 125 Anzeigen wegen technischer Mängel an Fahrzeugen. Ein weiteres Schwerpunktthema waren die Tempokontrollen: Bei rund 4.900 gemessenen Fahrzeugen wurden 372 Lenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit angezeigt. Besonders gravierende Einzelfälle waren:
- Ein Fahrzeuglenker, gemessen mit 85 km/h statt der erlaubten 50 km/h.
- Ein weiterer Lenker, gemessen mit 160 km/h statt erlaubter 100 km/h; ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen.
Zur raschen Abwicklung stellte ein Jurist des Polizeikommissariats Wels noch vor Ort Strafbescheide in einer Gesamthöhe von 14.625 Euro aus.
Was die Zahlen für Verkehrsteilnehmer und Anrainer bedeuten
Die Kontrollen zeigen zwei Schwerpunktprobleme: Zum einen gefährden technisch mangelhafte Fahrzeuge die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer; zum anderen führen Geschwindigkeitsüberschreitungen, insbesondere in Ortschaften und auf Strecken mit Mischverkehr, zu erhöhtem Risiko für Unfälle. Die sofortigen Stilllegungen sind rechtlich notwendig, wenn eine unmittelbar drohende Gefahr besteht. Für die betroffenen Lenker bedeutet das neben dem wirtschaftlichen Verlust durch Stilllegung auch administrative und strafrechtliche Folgen.
Praktische Hinweise
- Autofahrer sollten regelmäßige technische Überprüfungen durchführen lassen und Änderungen am Fahrzeug – etwa Tuning oder veränderte Abgasanlagen – nur durch befugte Werkstätten vornehmen lassen.
- Auf Strecken in Ortschaften und in der Nähe von Schulen/Vereinen ist besondere Rücksicht geboten; hier drohen bei Überschreitungen oft höhere Strafen und Führerscheinmaßnahmen.
- Wer vor Ort von der Polizei angehalten wird, sollte die Anweisungen befolgen und benötigte Dokumente bereithalten, um Prüfungen zu beschleunigen.
| Kontrollpunkt | Anzahl |
|---|---|
| Fahrzeuge kontrolliert | 126 |
| Technische Begutachtungen | 28 |
| Fahrzeuge stillgelegt | 12 |
| Anzeigen wegen technischer Mängel | 125 |
| Gemessene Fahrzeuge (Tempo) | 4.900 |
| Tempo-Anzeigen | 372 |
| Vor Ort ausgestellte Strafbescheide | 14.625 Euro |
Die Aktion verdeutlicht, dass Polizei und Sachverständige in Wels und Wels-Land weiterhin verstärkt gegen technische Mängel, illegales Tuning und überhöhte Geschwindigkeit vorgehen werden. Für Anrainer bedeutet das kurzfristig weniger Lärm und mehr Sicherheit im Straßenverkehr; für Fahrzeuglenker können Kontrollen und Konsequenzen jedoch erhebliche finanzielle und rechtliche Folgen haben.