Chronik St. Egyden am Steinfeld Bezirk Neunkirchen

Großbrand im Föhrenwald: Einsatz dauert an, Glutnester behindern Löscharbeiten

Ein Waldbrand in St. Egyden am Steinfeld hat rund 100 Hektar betroffen. Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen Glutnester, sechs Helfer wurden verletzt; Löschwasser wird per Tanklöschfahrzeug und Hubschrauber zugeführt.

Großbrand im Föhrenwald: Einsatz dauert an, Glutnester behindern Löscharbeiten
©Illustration KI Verena Holzer / steirerblatt.at

Ein Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld beschäftigt weiterhin Feuerwehren und Behörden im Bezirk Neunkirchen. Nach ersten Eindämmungsmaßnahmen am Mittwochabend halten Glutnester und wieder aufflackernde Flammen die Einsatzkräfte in Atem. Laut den Berichten sind rund 100 Hektar Wald betroffen; sechs Helfer erlitten Verletzungen.

Einsatzlage und Taktik

Die Lage blieb auch in den folgenden Stunden ernst: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag reduzierte sich die Zahl der eingesetzten Kräfte von zunächst rund 500 auf etwa 250. Parallel dazu sind weiterhin bodengebundene Einsatzkräfte und Luftfahrzeuge aktiv. Sechs Hubschrauber werden für Löschwasserabwürfe eingesetzt, zusätzlich wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, weil die Löschteiche im betroffenen Gebiet leer sind.

Probleme für die Brandbekämpfung

Zwei Faktoren erschweren das Löschen erheblich: zum einen weht Wind, der Flammen immer wieder neu entfacht, zum anderen fehlt Niederschlag. Glutnester, vor allem in Wurzelstöcken, entziehen sich einfacher Löschmaßnahmen und müssen zunächst lokalisiert und geöffnet werden, bevor Wasser gezielt eingebracht werden kann. Zur Suche werden auch Wärmebildkameras eingesetzt.

„Nach unserer Einschätzung wird uns der Brand noch einige Tage in Anspruch nehmen“,

erklärte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Bezirksfeuerwehrkommandant Mario Lukas lobte die Leistungen der Feuerwehrleute und wies auf die extreme Belastung hin, die durch hohe Umgebungstemperaturen und die Hitze der Flammen entstanden sei.

Ressourcen und Unterstützung

Im Einsatz standen und stehen weiterhin zahlreiche Feuerwehren aus dem Bezirk Neunkirchen und aus angrenzenden Bezirken. Die Einbindung von Luftfahrzeugen, Tanklöschfahrzeugen und Wärmebildtechnik zeigt die Vielschichtigkeit der Maßnahmen.

  • Betroffene Fläche: rund 100 Hektar
  • Verletzte: 6 Helfer
  • Eingesetzte Luftfahrzeuge: 6 Hubschrauber
  • Einsatzstärke (Spitze/Reduktion): von 500 auf rund 250 Kräfte; später ist von rund 300 Mitgliedern die Rede

Für Anwohnerinnen und Anwohner in der Umgebung bedeutet die Situation weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit: Rauch- und Geruchsbelastungen können auftreten, und Einsatzfahrzeuge sind im Bereich unterwegs. Wer in betroffenen oder angrenzenden Bereichen wohnt, sollte bitte den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen und Sperrungen respektieren.

Die Einsatzleitung geht davon aus, dass die Bekämpfung des Brandes noch mehrere Tage in Anspruch nehmen wird, solange Wurzelglut und ungünstige Winde weitere Aufflackern ermöglichen.

Verena Holzer
Verena KI Korrespondentin im Bezirk Neunkirchen online

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