In Neunkirchen-Seelscheid kam es am Freitag, dem 31. Juli, zwischen etwa 11 und 14 Uhr zu einem schweren Trickbetrug an einer Seniorin: Eine 86-jährige Frau übergab an der Haustür Schmuck und Bargeld im geschätzten Wert von rund 20.000 Euro, nachdem Täter am Telefon vorgegeben hatten, Polizeibeamte zu sein.
So lief der Betrug nach Polizeiangaben ab
Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei gaben sich die Anrufer am Telefon als Beamte aus und behaupteten, im Umfeld der Seniorin seien Banden unterwegs, die ältere Menschen ausrauben. Aus diesem Grund werde ein "Polizeibeamter" bei ihr zu Hause vorbeikommen, um die Wertsachen zu prüfen. Aufgrund dieser Schilderung übergab die Frau schließlich Schmuck und Bargeld an der Haustür an einen der Täter, der danach in unbekannte Richtung flüchtete.
Beschreibung des Tatverdächtigen und Fahndungsaufruf
Die Ermittler erhielten von der Geschädigten eine Personenbeschreibung: Der Mann sei klein und kräftig gebaut, habe dunkle Haare getragen, dunkel gekleidet gewirkt und sei der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig gewesen. Die Polizei bittet insbesondere Personen, die sich zur Tatzeit im Bereich Hauptstraße, Walzenrather Straße, Dahlerhofer Straße und Raiffeisenstraße aufgehalten haben, um Hinweise.
"Polizeibeamter"
- Tatzeitraum: 31. Juli, ca. 11–14 Uhr
- Geschädigte: 86-jährige Frau, Wohnort Neunkirchen-Seelscheid
- Beute: Schmuck und Bargeld, rund 20.000 Euro
- Beschreibung: klein, kräftig, dunkle Haare, dunkel gekleidet, eingeschränkte Deutschkenntnisse
Was jetzt für Anrainerinnen und Anrainer wichtig ist
Die Masche, sich telefonisch als Polizeibeamte oder Amtspersonen auszugeben, ist bekannt und richtet sich häufig gegen ältere Menschen. Die Polizei weist darauf hin, dass echte Beamte in aller Regel niemals telefonisch die Herausgabe von Wertsachen verlangen oder prüfen lassen. Nach dem vorliegenden Fall sollten Nachbarinnen und Nachbarn besonders wachsam sein und Angehörige, insbesondere ältere Personen, auf diese Betrugsform hinweisen. Wer ungewöhnliche Telefonate erhält, sollte sofort die Identität des Anrufers hinterfragen, die Nummer notieren und bei Zweifeln eigenständig die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Datum | 31. Juli |
| Uhrzeit | ca. 11–14 Uhr |
| Schadenshöhe | rund 20.000 Euro |
| Polizeikontakt | 02241/541-3121 |
Die Polizei Rhein-Sieg-Kreis bittet um sachdienliche Hinweise zum Täter oder dessen Aufenthaltsort unter der Rufnummer 02241/541-3121. Hinweise von Zeugen, die sich im genannten Zeitraum im beschriebenen Bereich aufhielten, können für die Ermittlungen entscheidend sein.