Eine kommunale Gestalterin des Bezirks Lilienfeld ist tot
Im Bezirk Lilienfeld trauern Bürgerinnen und Bürger um Elisabeth Schmidt-Wonisch. Die langjährige Gemeindepolitikerin und ehemalige Vizebürgermeisterin von St. Aegyd am Neuwalde verstarb am 17. Juli nach schwerer Krankheit im 60. Lebensjahr. Schmidt-Wonisch wurde 1965 in Wien geboren und hinterlässt in der lokalen Politik und im sozialen Bereich eine deutlich spürbare Lücke.
Engagement für Bildung, Soziales und Frauenarbeit
Schmidt-Wonisch war über viele Jahre in der Marktgemeinde St. Aegyd am Neuwalde aktiv. Von 2010 bis 2024 gehörte sie dem Gemeinderat an, in dem sie unter anderem als Bildungsgemeinderätin die Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde beförderte. Im Oktober 2018 wurde sie zur Vizebürgermeisterin gewählt und verantwortete in dieser Funktion besonders die Bereiche Soziales, Familien und Bildung. Daneben war sie stellvertretende Ausschussvorsitzende für Bauwesen und geschäftsführende Gemeinderätin.
Auch über die Gemeindegrenzen hinaus war ihr Einsatz sichtbar: Als Frauenvorsitzende in St. Aegyd initiierte sie das sogenannte Frauenfrühstück als Ort des Austauschs. Auf Bezirks- und Landesebene setzte sie sich in der SPÖ für Gleichstellung und chancengerechte Teilhabe von Frauen in der Politik ein. 2013 kandidierte sie zudem für den Nationalrat.
- 2010–2024: Mitglied des Gemeinderats St. Aegyd am Neuwalde
- Oktober 2018: Wahl zur Vizebürgermeisterin
- 2012–2016: Leitung der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in St. Aegyd
Bedeutung für die lokale Gemeinschaft
Für viele Menschen im Bezirk Lilienfeld ist Schmidt-Wonisch nicht nur eine Politikerin, sondern eine Praktikerin der sozialen Sorge gewesen: Ihr Wirken umfasste kommunale Bildungspolitik, die Organisation von Begegnungsformaten für Frauen sowie die Leitung einer Rotkreuz-Bezirksstelle. Diese Verknüpfung von Gemeindepolitik und ehrenamtlicher Leitung im Rettungswesen hat konkrete Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur und das Angebot an sozialen Dienstleistungen.
„Elisabeth war eine Kämpferin. Nicht laut, nicht verbissen, sondern mit Ausdauer, Überzeugung und einem offenen Herzen.“
Mit diesen Worten würdigte Bundesrat und SPÖ-Bezirksvorsitzender Christian Fischer Schmidt-Wonisch in seiner Trauerrede. Die Beschreibung verweist auf ihren langen und beständigen Einsatz in verschiedenen Verantwortungsbereichen.
Werdegang und Schwerpunkte
Beruflich war Schmidt-Wonisch als Lehrerin tätig, später arbeitete sie an einer Montessorischule und fungierte als Kommunikationstrainerin. Ein besonderes Anliegen war ihr die Zusammenarbeit mit der Österreichischen Krebshilfe im Rahmen der Initiative „Jugend und Zukunft“. Diese Projekte verbanden Bildungsarbeit mit gesundheits- und sozialpolitischem Engagement.
| Jahr / Zeitraum | Funktion / Aufgabe |
|---|---|
| 1965 | Geboren in Wien |
| 2010–2024 | Gemeinderätin, St. Aegyd am Neuwalde |
| 2012–2016 | Leiterin Rotkreuz-Bezirksstelle St. Aegyd |
| Oktober 2018 | Gewählt zur Vizebürgermeisterin |
| 17. Juli | Verstorben nach schwerer Krankheit (im 60. Lebensjahr) |
Das Ableben von Elisabeth Schmidt-Wonisch hinterlässt in St. Aegyd und im Bezirk Lilienfeld sowohl politisch als auch zivilgesellschaftlich eine Lücke. Ihr Einsatz für Bildung, Soziales und die Stärkung von Frauen in der Politik war über viele Jahre hindurch sichtbar und prägte lokale Initiativen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Gemeindepolitik und ehrenamtliche Strukturen auf ihre Abwesenheit reagieren und welche Projekte weitergeführt oder neu besetzt werden müssen.
Für Angehörige, Weggefährtinnen und Weggefährten sowie die Bevölkerung des Bezirks gilt es, Abschied zu nehmen und die Verdienste einer kommunal wirkenden Persönlichkeit zu würdigen.