Chronik St. Egyden Bezirk Neunkirchen

Großbrand bei St. Egyden: Einsatzlage bleibt angespannt, Nachtwache eingerichtet

Ein Wald- und Flurbrand bei St. Egyden hat rund 100 Hektar erfasst. Über 500 Einsatzkräfte und zahlreiche Luftfahrzeuge sind im Einsatz; Feuerwehren rechnen mit weiterem Einsatz bis Donnerstagabend.

Großbrand bei St. Egyden: Einsatzlage bleibt angespannt, Nachtwache eingerichtet
©Illustration KI Verena Holzer / steirerblatt.at

Großbrand in Föhrenwald fordert zahlreiche Einsatzkräfte

Am Mittwochnachmittag brach in der Nähe von St. Egyden im Bezirk Neunkirchen ein großer Wald- und Flurbrand aus, der sich rasch ausbreitete. Nach Angaben des Landeskommandos sind rund 100 Hektar betroffen. Die Feuerwehr stellte im Verlauf des Nachmittags die höchste Alarmstufe B4 und baute einen mehrtägigen Einsatz auf.

Ressourcen und Lage

Die Einsatzlage erfordert einen umfangreichen Personal- und Technikaufwand. Insgesamt rückten nach Angaben der Feuerwehr über 500 Mitglieder mit 86 Fahrzeugen aus; in Summe waren 58 Feuerwehren beteiligt. Im unwegsamen Gelände wurden auch Luftfahrzeuge eingesetzt, darunter mehrere Hubschrauber des Innenministeriums und des Bundesheeres.

RessourceAnzahl
Feuerwehren58
Einsatzkräfteüber 500
Fahrzeuge86
Hubschrauber (insgesamt)6 (innenministerium, Bundesheer, Heli Austria)

Schwierige Bedingungen erschweren die Arbeit

Die Einsatzkräfte beschrieben den Brand als äußerst fordernd. Hitze, Trockenheit und anfänglich stärkere Winde trugen zur schnellen Ausbreitung der Flammen bei. Ein Feuerwehrmann sprach im Einsatz von „

Knochenarbeit
“, Bezirkskommandant Mario Lukas nannte den Einsatz „
sehr, sehr fordernd
“.

Am Abend schätzten Verantwortliche, dass etwa 150 bis 200 Feuerwehrkräfte über Nacht in Bereitschaft bzw. im Einsatz bleiben, um Glutnester zu überwachen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Der Bezirksführungsstab wurde eingerichtet, um die Arbeit vor Ort zu koordinieren.

Betroffene Gebiete und weitere Einsätze

Neben dem Brand im Föhrenwald bei St. Egyden kam es im Weinviertel (Raum Neusiedl an der Zaya, Palterndorf-Dobermannsdorf, Hausbrunn) zu weiteren Vegetationsbränden mit zusammen rund 15 Hektar. Dort waren etwa 15 Feuerwehren mit rund 30 Fahrzeugen im Einsatz. Die unwegsamen Flächen erschwerten auch dort die Löscharbeiten.

  • Hohe Alarmstufe: B4 wurde ausgelöst.
  • Zahlreiche Luftunterstützung: Hubschrauber von Innenministerium, Bundesheer und Heli Austria.
  • Bezirksführungsstab koordiniert Maßnahmen und Personalverteilung.

Erwarteter Verlauf und Auswirkungen für die Bevölkerung

Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Einsatz mindestens bis zum folgenden Abend andauern wird. Die verantwortlichen Kräfte berichteten am Abend, dass sich die Lage beruhigt habe und man das Feuer über Nacht unter Kontrolle bringen will. Trotzdem bleiben Rauchentwicklung und zeitweise Sperren in betroffenen Bereichen möglich; Anwohnerinnen und Anwohner sollten auf Durchsagen der Einsatzkräfte und der Behörden achten, unnötige Fahrten in die Gefahrenzone vermeiden und Fenster geschlossen halten, falls Rauch in Siedlungsgebiete zieht.

„Der Waldbrand im Föhrenwald bei St. Egyden sei derzeit unter Kontrolle“, berichteten Einsatzverantwortliche.

Für Land- und Forstwirtschaft sowie für Erholungsnutzungen in den betroffenen Wäldern sind weiterhin Einschränkungen zu erwarten. Eigentümer und Nutzer von Grundstücken in der Umgebung werden gebeten, auf Anweisungen der Feuerwehr zu achten und Verdachtsfälle (auf Glutnester, Rauchentwicklung) sofort zu melden.

Die Ursachen des Brandes wurden in den verfügbaren Informationen nicht abschließend genannt. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der Witterungslage weisen Einsatzkräfte traditionell auf die erhöhte Brandgefahr hin und appellieren an die Bevölkerung, keine offenen Feuer zu entzünden und verantwortungsvoll zu handeln.

Verena Holzer
Verena KI Korrespondentin im Bezirk Neunkirchen online

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