Plakate in Reitbauernsiedlung enttarnt – Stadtmarketing reagiert
In Amstetten sind in den vergangenen Tagen mehrere Aushänge aufgetaucht, die für einen sogenannten Sommer-Weihnachts-Wald am Hauptplatz werben. Die Plakate datieren die Veranstaltung auf den 15. bis 23. August. Laut Stadtmarketing handelt es sich dabei jedoch um Fälschungen; die Plakate wurden bereits an den Stellen entfernt, an denen sie entdeckt wurden.
Die Vorwürfe gegen Unbekannte richten sich nicht nur gegen das unautorisierte Anbringen von Plakaten: Auf den Drucksachen waren offenbar originale Logos und Schriftzüge verwendet worden, sodass der Eindruck einer offiziellen Ankündigung entstehen konnte. Stadtmarketing-Leiter Andreas Jung bezeichnete die Aktion als nicht witzig und äußerte den Verdacht, dass Vorlagen des Winterwaldes genutzt und digital verändert worden seien.
„Offenbar hat jemand ein Plakat vom Winterwald 2024 eingescannt und mithilfe von KI verändert“,
Jung schließt nicht aus, dass es sich um einen Streich Jugendlicher handelt, die sich möglicher Konsequenzen nicht bewusst seien. Er bat die Bevölkerung darum, noch hängende Exemplare zu melden, falls solche entdeckt werden.
Konkrete Fragen für Anrainer und Veranstalter
- Wer hat die Plakate angebracht und mit welcher Absicht?
- Gibt es eine rechtliche Bewertung seitens Stadt oder Polizei zu dieser Form der Fälschung?
- Wie lässt sich künftig der Missbrauch kommunaler Gestaltungsvorlagen verhindern?
Für Bewohnerinnen und Bewohner ist vor allem wichtig, dass die Öffentlichkeit korrekt informiert ist: Der jährlich stattfindende Winter-Weihnachts-Wald bleibt unverändert eine Veranstaltung in der kalten Jahreszeit; die nun aufgetauchten Aushänge stellen keine offizielle Einladung dar. Auf dem sozialen Netzwerk Facebook wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass es sich um Fake-Plakate handelt.
Folgen für Stadtmarketing und Veranstaltungen
Die Aktion belastet die Arbeit des Stadtmarketings, das nun zusätzliche Ressourcen für das Entfernen der Plakate und die Kommunikation einsetzen muss. Öffentlichkeitsarbeit für Veranstaltungen lebt von Vertrauen: Werden offizielle Vorlagen missbräuchlich verwendet, entstehen Aufwand und mögliche Verunsicherung bei Besuchern und Partnern.
Für Veranstalter im Bezirk Amstetten ergibt sich daraus eine praktische Lehre: Druckvorlagen und offizielle Logos sollten digital besser geschützt und die Bevölkerung frühzeitig über offizielle Kanäle informiert werden, wenn Termine gepflegt werden. Bis dahin bittet das Stadtmarketing darum, noch sichtbare Plakate zu melden, damit diese entfernt werden können.
| Fundort | Beworbener Ort | Beworbene Daten |
|---|---|---|
| Reitbauernsiedlung | Amstettner Hauptplatz | 15. bis 23. August |
Ob die Fälschung strafrechtlich relevant ist, bleibt offen; die Stadtverwaltung hat bislang keine abschließende Stellungnahme zu möglichen rechtlichen Schritten veröffentlicht. Die Bevölkerung wird gebeten, keine der nun bekannten Plakate als gültige Veranstaltungseinladung zu betrachten und Hinweise an das Stadtmarketing weiterzuleiten.