SKU Amstetten reist zum Cup-Auftakt nach Deutschlandsberg
Der SKU Ertl Glas Amstetten eröffnet die Pflichtspielsaison 2026/27 mit dem Spiel in der ersten Runde des UNIQA ÖFB-Cups. Die Partie beim Deutschlandsberger SC, angesetzt für Freitagabend (ab 19:00 Uhr im Liveticker), ist der erste offizielle Einsatz des Teams nach der Sommerpause. Für den Fußballklub aus dem Mostviertel ist der Cup-Termin zugleich eine erste Standortbestimmung vor dem Ligabeginn.
Cheftrainer Andreas Gahleitner zieht aus der Vorbereitungszeit ein durchwegs positives Zwischenfazit: Die Mannschaft habe körperlich hart gearbeitet, die Entwicklungsschritte würden stimmen, und aktuell gebe es keine verletzten Akteure. Besondere Stabilität signalisierten außerdem die Ergebnisse: In mehreren Testspielen hielt das Team das Tor dreimal zu null.
"Die Sommervorbereitung ist nach Plan verlaufen. Die Ergebnisse und Entwicklungsschritte passen. Wir haben körperlich intensiv gearbeitet und Stand jetzt keine Verletzten. Dass wir dreimal zu null gespielt haben, gibt uns zudem eine gewisse Stabilität und Sicherheit."
Sportlich bleibt der Verein neben den Ergebnissen vor allem durch Personalentscheidungen in Bewegung. Im Kader zeichnen sich die folgenden Veränderungen ab:
- Abgänge: neun Spieler
- Neuzugänge: sechs Spieler
- Jungprofiverträge: drei Talente aus der Amateure-Mannschaft (Bernhard Scherz, Valentino Massimiani, Nico Zellhofer)
Darüber hinaus hätten sich in den Testspielen weitere Spieler aus der zweiten Mannschaft angeboten, so dass ihnen nun Chancen für Einsätze in Pflichtspielen offenstünden. Für die lokale Anhängerschaft ist das ein Hinweis darauf, dass der Klub verstärkt auf die Nachwuchsspieler aus dem eigenen Umfeld setzt.
Gegner Deutschlandsberg: erfahrener Regionalligist auf Kunstrasen
Der Gastgeber, Deutschlandsberger SC, beendete die vergangene Saison in der Regionalliga Mitte auf dem fünften Platz und ist seit mehr als einem Jahrzehnt in der dritthöchsten Spielklasse etabliert. Mit der Ligareform treten die Weststeirer heuer in der neu geschaffenen Regionalliga Süd an. Gespielt wird im Koralmstadion auf Kunstrasen — ein Boden, der speziell für den Gästetrainer eine Herausforderung darstellen kann.
Gahleitner warnt vor der Begegnung deshalb ausdrücklich: Spiele gegen Regionalligisten dürften nicht als Selbstläufer betrachtet werden, insbesondere nicht auf ungewohntem Untergrund. Amstetten verliert diesen Hinweis nicht aus den Augen, weil bereits ein früheres Cup-Duell vor acht Jahren mit einer 2:4-Niederlage endete.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Abgänge | 9 |
| Neuzugänge | 6 |
| Jungprofiverträge | 3 (Scherz, Massimiani, Zellhofer) |
Für die Fans aus Amstetten bedeutet das Spiel nicht nur ein kurzfristiges Kräftemessen, sondern gibt auch einen Ausblick auf die Teamzusammensetzung für die kommende Saison. Der Einsatz der drei Nachwuchsspieler mit Jungprofiverträgen könnte langfristig Bindung von Talenten an den Verein bedeuten und die Kaderplanung nachhaltig beeinflussen.
Sportlich wie organisatorisch bleibt abzuwarten, wie sich das Team auf dem Kunstrasen in Deutschlandsberg präsentiert. Für den Bezirksklub ist der Cup-Auftakt die erste praktische Prüfung nach der Vorbereitung — ein Ergebnis mit Signalwirkung für die Erwartungen im noch jungen Saisonverlauf.