Kurzfassung der Aufführung
Bei den Volksschauspielen Telfs ist Felix Mitterers Werk „Feuernacht“ in einer ungewöhnlichen Kulisse gezeigt worden: Das Stück wurde in einem nackten Abbruchhaus der sogenannten Südtiroler Siedlung inszeniert. Vorstellungsbeginn und Premiere erzeugten beim Publikum starken Beifall, die Tribüne stand zeitweise geschlossen auf.
Inhalt und künstlerische Umsetzung
„Feuernacht“ behandelt die historischen Verwerfungen um die Abspaltung Südtirols und die damit verbundene Entscheidung der sogenannten Option zwischen faschistischem Italien und dem nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Aufführung nutzte die rohe Atmosphäre des Abbruchhauses als szenischen Rahmen; als projiziertes Bild war ein Detail aus Hugo Simbergs Gemälde „Der verwundete Engel“ zu sehen. Diese Bildwahl und der Ort unterstützten die thematische Schwere des Texts und verstärkten die historische Perspektive des Stücks.
Bedeutung für Telfs und das Publikum
Die Entscheidung, das Stück in der Südtiroler Siedlung zu spielen, verweist auf einen direkten Bezug zwischen Stoff und Ort. Für das Publikum in Telfs war die Aufführung nicht nur Theater, sondern auch Auseinandersetzung mit einem historischen Thema, das in Tirol und speziell in der Region landesgeschichtliche Resonanz hat. Der vielfache Applaus und die stehenden Ovationen zeigen, dass die Inszenierung hohe Anerkennung erfuhr. Auch der Autor, Felix Mitterer (78), wurde von den Zuschauerinnen und Zuschauern gefeiert und würdig begleitet.
Konkrete Elemente der Produktion
- Spielort: Abbruchhaus in der Südtiroler Siedlung
- Autor: Felix Mitterer
- Visuelles Element: Projektion eines Details aus „Der verwundete Engel“ (Hugo Simberg)
- Publikumsreaktion: starker Applaus, stehende Ovationen
Lokale Einordnung
Die Volksschauspiele haben mit dieser Inszenierung in Telfs eine Aufführung angeboten, die über reine Unterhaltung hinausgeht: Sie stellt historische Fragen zur Identität und Erinnerung, die auch für die Menschen in der Region spürbar sind. Die Wahl des Aufführungsortes – ein erscheinbar leerstehendes, zum Abriss bestimmtes Haus – macht die Produktion zu einem bemerkenswerten Beitrag der lokalen Kulturszene und zeigt, wie Stadtraum und Theater zusammenwirken können, um historische Themen gegenwärtig zu machen.
Fazit
Die Aufführung von „Feuernacht“ in Telfs ist ein Beispiel dafür, wie regionale Kulturveranstaltungen historische Stoffe an lokalem Ort verhandeln. Die Mischung aus dramatischem Sujet, ungewöhnlicher Spielstätte und starker Publikumsresonanz unterstreicht die Bedeutung der Volksschauspiele für das kulturelle Leben in Telfs.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Stück | „Feuernacht“ |
| Autor | Felix Mitterer (78) |
| Spielort | Abbruchhaus, Südtiroler Siedlung, Telfs |
| Visuelles Element | Projektion: Detail aus „Der verwundete Engel“ (Hugo Simberg) |