Brandbekämpfung in Wildermieming dauert an
Der großflächige Waldbrand in Wildermieming (Bezirk Innsbruck-Land) hält die Einsatzorganisationen auch am Donnerstag weiter beschäftigt. Das Feuer war am Dienstag ausgebrochen und wird vor allem wegen des sehr steilen und schwer zugänglichen Geländes als besonders herausfordernd beschrieben. Nach Angaben der Einsatzleitung läuft die Brandbekämpfung seit dem frühen Donnerstagmorgen weiter.
Das betroffene Areal wurde mit einem Umfang von etwa acht bis zehn Hektar angegeben. Zur Unterstützung der Löschtrupps waren am Donnerstagmorgen drei Hubschrauber sowie mehrere Feuerwehren im Einsatz, berichtete der zuständige Landesfeuerwehrinspektor.
- Einsatzkräfte wechseln alle zwei bis drei Stunden, weil die Arbeit extrem fordernd ist.
- Waldboden muss umgegraben werden, um Glutnester sicher zu löschen.
- Bodentrupps sind seit Mittwoch, erstmals, ebenfalls vor Ort tätig.
Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Reiner berichtete, dass die Einsatzkräfte wegen der topografischen Verhältnisse zum Teil per Hubschrauber zu den Brandstellen geflogen werden mussten. Parallel zur Bodenbekämpfung werde aus der Luft gelöscht.
„Der Waldboden müsse komplett umgegraben werden, damit die Glutnester auch tatsächlich gelöscht werden können.“
Die Lage in Wildermieming unterscheidet sich damit von einem weiteren Brand im Tiroler Unterland: In Breitenbach am Inn (Bezirk Kufstein) konnte am Donnerstagmorgen gegen 6.30 Uhr bereits „Brand aus“ gemeldet werden. Auch dort waren in den Stunden zuvor Maßnahmen zur Bekämpfung und Nachkontrolle getroffen worden, etwa mit Drohnen und Wärmebildkameras, um Glutnester zu finden.
In einer weiteren, allerdings unabhängigen, Brandmeldung kam es in Bichlbach (Außerfern) offenbar infolge eines Blitzschlags am Mittwochabend zu einem Waldbrand; die Leitstelle wurde gegen 18.15 Uhr alarmiert.
Was das für Anrainer im Bezirk bedeutet
Für die Bevölkerung in und um Wildermieming sind folgende Punkte relevant:
- Vermeiden Sie Betreten oder Befahren der betroffenen Waldflächen; unbefugtes Betreten behindert die Einsatzkräfte und kann gefährlich sein.
- Rauchentwicklung kann zu Sichtbehinderungen auf Straßen führen; fahren Sie vorsichtig und beachten Sie Verkehrsinformationen.
- Meldungen und Anweisungen der Einsatzkräfte sind unverzüglich zu befolgen.
Die Behörden bleiben vor Ort, tauschen Einsatzteams regelmäßig und setzen auf eine Kombination aus Luft- und Bodenmaßnahmen, um verbleibende Glutnester sicher zu bekämpfen. Die notwendigen Maßnahmen zur endgültigen Freigabe der betroffenen Flächen werden vom Verhalten des Unterbodens und der noch vorhandenen Glutnester abhängen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Betroffene Fläche | 8–10 Hektar |
| Hubschrauber im Einsatz | 3 |
| Einsatzrotation | alle 2–3 Stunden |
| Weitere betroffene Orte | Breitenbach am Inn, Bichlbach |
Die Situation wird weiterhin beobachtet und aktualisiert, sobald neue Informationen der Einsatzleitung vorliegen.