Starkes Premierenecho in der Südtiroler Siedlung
Die Uraufführung von Felix Mitterers Drama Feuernacht bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs hat am 30. Juli 2026 ein deutliches Signal an das lokale Kulturleben gesendet. Laut Berichten waren zur Premiere knapp 900 Gäste anwesend; alle Vorstellungen der Produktion sind bereits als ausverkauft gemeldet. Gespielt wurde in einem freigeräumten Abbruchhaus in der sogenannten Südtiroler Siedlung, ein ungewöhnlicher Spielort, der die Dramatik des Textes visuell stärkt.
Inszenierung, Ensemble und Wirkung
Die Regiearbeit von Thomas Gassner wird in Berichten als virtuos und aufwendig beschrieben; das Ensemble umfasst über 30 Darstellende, die in 30 Szenen auftreten. Technische Elemente wie Licht, Ton und Video trugen zur dichten Atmosphäre bei und ermöglichten Momente, die sowohl laut als auch leise beim Publikum nachhallen. Die Premiere endete mit Standing Ovations und lang anhaltendem Applaus.
- Premiere: 30. Juli 2026
- Zuschauer:innen: knapp 900
- Ensemble: über 30 Darstellende
- Szenen: 30
- Status: alle Vorstellungen ausverkauft
"Recht auf Heimat für alle"
Inhaltlich befasst sich das Stück mit der historischen Wunde der Abspaltung Südtirols und den gesellschaftlichen Verwerfungen der Option zwischen faschistischem Italien und dem nationalsozialistischen Deutschen Reich. Diese Thematik wurde in der Inszenierung als aktuelles und emotionales Thema verhandelt, das offenbar sowohl berührt als auch polarisiert.
Für die Bevölkerung von Telfs hat die Produktion mehrere Bedeutungen: Sie stärkt das kulturelle Profil der Marktgemeinde, aktiviert einen ungewöhnlichen Spielort in der Südtiroler Siedlung und zieht Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur an. Die ausverkauften Vorstellungen deuten zudem auf eine starke lokale und regionale Nachfrage nach anspruchsvollen Theaterangeboten hin.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Premieren-Datum | 30. Juli 2026 |
| Premieren-Zuschauer:innen | knapp 900 |
| Darstellende | über 30 |
| Szenen | 30 |
| Vorstellungs-Status | alle Vorstellungen ausverkauft |
Die Aufführung in einem Abbruchhaus stellt eine Form der Stadtraumaneignung dar: Ein leerstehender Ort wird temporär kulturell genutzt und in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Solche Projekte können Impulse für die Diskussion über die künftige Nutzung von Gebäuden und Flächen in Telfs geben, ohne dass hierüber bereits Entscheidungen vorliegen. Für Besucherinnen und Besucher bleibt die Produktion ein herausragendes kulturelles Ereignis der heurigen Spielzeit.