Rekordkulisse und Heimerfolge im Sparkassenstadion
Feldbach stand am Wochenende im Zeichen der steirischen Feuerwehrjugend: Beim 54. Landesfeuerwehrjugend-Leistungsbewerb und dem 17. Bewerbsspiel des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark traten insgesamt 4.262 Mädchen und Burschen an. Das Sparkassenstadion Feldbach bildete dafür den stimmungsvollen Rahmen. Für den Bezirk Südoststeiermark verlief das Großereignis außergewöhnlich erfolgreich: Mehrere Gruppen aus dem Bereichsfeuerwehrverband Feldbach sicherten sich Landestitel und Podestplätze.
Zahlen zum Bewerbswochenende
| Format | Teilnehmende |
|---|---|
| Bewerbsspiel | 1.537 |
| Leistungsbewerb | 2.725 |
| Gesamt | 4.262 |
Aufgeteilt auf zwei Bewerbstage demonstrierten Jugendliche aus allen Teilen der Steiermark ihr Können in Disziplinen, die technisches Verständnis, Teamarbeit und Präzision verlangen. Gerade in den praktischen Übungen zeigt sich, wie fundierte Ausbildung und regelmäßiges Training bereits im Jugendalter eine verlässliche Basis für den späteren Einsatzdienst schaffen.
Ergebnisse: Südoststeiermark dominiert Schlüsselwertungen
Im Landesfeuerwehrjugend-Bewerbsspiel gingen die Spitzenränge in beiden Wertungen mehrheitlich an Teams aus dem Bereichsfeuerwehrverband Feldbach:
- Bronze: Fladnitz im Raabtal 2 vor Edelsbach bei Feldbach 1 und Fladnitz im Raabtal 4
- Silber: Fladnitz im Raabtal 4 vor Lichendorf 1 und Auersbach 2
- Tagessieg Bewerbsspiel: Fladnitz im Raabtal 4
Auch der Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb brachte Spitzenplätze für den Bezirk:
- Bronze: Petersdorf II vor Prebensdorf (Bezirk Weiz) und Lödersdorf
- Silber: Kornberg-Bergl vor Petersdorf II (weiterführende Platzierungen wurden vom Veranstalter nicht genannt)
Die Bilanz verdeutlicht die Breite der Leistungsfähigkeit in den Ortsfeuerwehren der Region. Betrachtet man die Liste der genannten Gruppen, fällt auf, dass sowohl größere als auch kleinere Wehren aus dem Bezirk Südoststeiermark unter den Besten vertreten sind – ein Indikator für nachhaltige Nachwuchsarbeit über viele Jahre.
Was der Erfolg für den Bezirk bedeutet
Die starke Präsenz heimischer Gruppen ist weit mehr als sportlicher Wettkampf. Für den Bezirk Südoststeiermark zählen drei Aspekte besonders:
- Nachwuchssicherung: Qualifizierte und motivierte Jugendliche sind die Grundlage dafür, dass die Freiwilligen Feuerwehren Einsatzbereitschaft, Tagesverfügbarkeit und Spezialkompetenzen in den kommenden Jahren aufrechterhalten können.
- Ausbildungsqualität: Die Ergebnisse spiegeln eine konsequente Jugendarbeit in den Ortsfeuerwehren wider – von wöchentlichen Übungen über Gerätekunde bis zu Erste-Hilfe-Inhalten. Das Niveau im Bezirk wird damit landesweit sichtbar.
- Regionale Strahlkraft: Ein Landesbewerb in Feldbach bringt Vereine, Familien und Unterstützer zusammen, stärkt Identifikation und ehrenamtliches Engagement.
Gerade in einer Region mit starkem Ehrenamtsfokus hat die Sichtbarkeit dieser Leistungen unmittelbare Wirkung: Sie ermutigt weitere Jugendliche zum Mitmachen und festigt die Zusammenarbeit von Feuerwehren, Schulen, Gemeinden und Betrieben.
Organisation und Rahmen
Die Schlusskundgebung im Sparkassenstadion Feldbach setzte den würdigen Schlusspunkt unter ein dichtes Programm. Der reibungslose Ablauf mit hunderten Starts und Wertungen verlangt hohe Organisationskompetenz – von der Logistik am Bewerbsgelände bis zur Datenerfassung. Für die beteiligten Feuerwehren vor Ort ist ein solcher Landesbewerb zugleich Belastungsprobe und Schaufenster, wie professionell ehrenamtliche Strukturen Großveranstaltungen stemmen können.
Auch abseits der Bewerbsflächen war Feldbach an den beiden Tagen ein Knotenpunkt für An- und Abreisen, Begleitprogramme und Verpflegung. Für Beherbergungsbetriebe, Gastronomie und Vereine in der Umgebung bedeutet das zusätzliche Frequenz – ein positiver Nebeneffekt, der den regionalen Schulterschluss zwischen Einsatzorganisationen und Wirtschaft unterstreicht. Konkrete Umsatzzahlen wurden nicht veröffentlicht, der Zulauf war jedoch deutlich sichtbar.
Ausblick: Motivation für die nächste Saison
Die Erfolge von Fladnitz im Raabtal, Petersdorf II, Kornberg-Bergl, Lödersdorf, Edelsbach bei Feldbach, Lichendorf und Auersbach schaffen eine Ausgangsbasis für die weitere Jugendarbeit im Bezirk. Nach der Wettkampfpause stehen wieder Ausbildungsmodule und Übungen an, in denen die Erfahrungen aus Feldbach in den Alltag der Jugendgruppen einfließen werden. Für viele der Teilnehmenden ist der Landesbewerb das Highlight des Jahres – und oft der Schritt vom Jugenddienst in die aktive Einsatzmannschaft.
Feldbach hat sich mit diesem Wochenende als Zentrum der steirischen Feuerwehrjugend präsentiert. Die starke Bilanz der Südoststeiermark bestätigt, dass der Bezirk im landesweiten Vergleich in Breite und Spitze hervorragend aufgestellt ist – eine gute Nachricht für alle Gemeinden zwischen Riegersburg, Gnas, Fehring und Bad Gleichenberg, die auf schlagkräftige Feuerwehren zählen.