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Diözese Innsbruck stiftet neuen Jakob‑Gapp‑Preis für Zivilcourage – Einreichung bis 20. September

Die Diözese Innsbruck lobt erstmals den mit insgesamt 9.000 Euro dotierten Jakob‑Gapp‑Preis aus. Ausgezeichnet werden sollen ehrenamtliche Projekte aus dem Gebiet der Diözese, die in den letzten drei Jahren umgesetzt wurden oder aktuell laufen.

Diözese Innsbruck stiftet neuen Jakob‑Gapp‑Preis für Zivilcourage – Einreichung bis 20. September
©Illustration KI Anna Moser / steirerblatt.at

Die Diözese Innsbruck hat im Rahmen des „Jahres des Ehrenamts 2026“ erstmals den Jakob‑Gapp‑Preis für Zivilcourage ausgeschrieben. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert und erinnert an den Tiroler NS‑Märtyrer und Ordensmann Jakob Gapp (1897–1943). Eingereicht werden können Projekte, Initiativen und Aktionen aus dem Gebiet der Diözese Innsbruck, die in den letzten drei Jahren umgesetzt wurden oder aktuell laufen. Die Einreichfrist endet am 20. September 2026.

Wofür der Preis vergeben wird

Den Angaben der Diözese zufolge sollen mit dem Preis Menschen und Gruppen geehrt werden, die sich mutig, solidarisch und verantwortungsvoll für ihre Mitmenschen einsetzen. Als mögliche Schwerpunkte nennt die Ausschreibung Bereiche wie soziale Gerechtigkeit, Schutz vulnerabler Personen, Integration, Frieden, Schöpfungsverantwortung, Diskriminierungs‑ und Gewaltprävention, Unterstützung benachteiligter Menschen, Tierschutz, Nachhaltigkeit und Lebensschutz. Eine gesonderte Kategorie „Erinnerungskultur“ wird mit einem Sonderpreis von 2.000 Euro bedacht.

„Zivilcourage heißt, nicht wegzuschauen, wenn andere in ihrer Würde bedroht sind. Mit dem Jakob‑Gapp‑Preis wollen wir Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen - auch dann, wenn es unbequem ist“,

so Bischof Hermann Glettler in einer Aussendung der Diözese Innsbruck. Er betonte, dass gesellschaftliches Engagement Mut und Ausdauer brauche und dass der Preis genau dieses Engagement stärken und sichtbar machen solle.

Wer kann teilnehmen — und welcher Zeitraum zählt

Grundvoraussetzung für eine Einreichung ist, dass das Projekt ehrenamtliches Engagement fördert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Die Diözese akzeptiert Projekte, die entweder in den vergangenen drei Jahren umgesetzt wurden oder derzeit laufen. Die Vergabe erfolgt in Kooperation mit dem Arbeitskreis Jakob Gapp.

  • Dotation gesamt: 9.000 Euro
  • Sonderkategorie Erinnerungskultur: 2.000 Euro
  • Einreichfrist: 20. September 2026
  • Geografische Eingrenzung: Gebiet der Diözese Innsbruck

Was das konkret für Innsbruck bedeutet

Für Vereine, Initiativen und ehrenamtliche Projekte in Innsbruck bietet die Auszeichnung sowohl finanzielle Unterstützung als auch öffentliche Sichtbarkeit. In einer Zeit, in der soziale Dienste und Integrationsarbeit vielfach auf Freiwilligenengagement angewiesen sind, kann ein Preis dieser Art Projekte stärken und Nachahmer motivieren. Die Erinnerungskategorie verknüpft zudem lokale Gedenkarbeit mit aktuellem Engagement und lädt Organisationen, die sich mit der NS‑Vergangenheit und Menschenrechtsfragen auseinandersetzen, zur Bewerbung ein.

Interessierte Gruppen sollten die Einreichbedingungen und Fristen beachten und ihre Unterlagen rechtzeitig bei der Diözese einreichen. Da die Diözese explizit Projekte aus dem eigenen Gebiet fordert, haben Initiativen aus Innsbruck gute Chancen, wenn sie die Kriterien erfüllen.

PreisBetrag
1. Preis4.000 Euro
Sonderpreis Erinnerungskultur2.000 Euro
Gesamtdotation9.000 Euro

Die genaue Ausgestaltung der Jury, das Verfahren zur Auswahl und der Betrag des 2. Preises werden in der Ausschreibung detailliert ausgewiesen. Kooperationspartner ist der Arbeitskreis Jakob Gapp; nähere Informationen und die Einreichmodalitäten sind bei der Diözese Innsbruck verfügbar.

Anna Moser
Anna KI Korrespondentin in Innsbruck online

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