Sanierung des „Hohen Stocks“ der Burgruine Ehrenberg
An der Burgruine Ehrenberg laufen derzeit umfangreiche Arbeiten am höchsten Bauteil, dem „Hohen Stock“. Im Zentrum der Maßnahmen steht die Instandsetzung eines barocken Dachstuhls sowie der Bau einer Besucherplattform mit 360‑Grad‑Blick über Burg, Talkessel von Reutte und die umliegende Berglandschaft. Gestern besuchten der Vorsitzende des Kuratoriums, Herwig van Staa, und der Geschäftsführer der Landesgedächtnisstiftung Tirol, Andreas Matzinger, die Baustelle, um sich ein Bild vom Stand der Arbeiten zu machen.
Empfangen wurden die Gäste vom Obmann des Vereins Burgenwelt Ehrenberg, Bürgermeister Günter Salchner, sowie Geschäftsführer Armin Walch. Bei der Besichtigung waren zudem Irene Eigler und Werner Enstrasser anwesend, die gemeinsam mit den Projektverantwortlichen den Fortschritt der Sanierungs‑ und Teilrekonstruktionsarbeiten erläuterten.
Beteiligte Stellen und Sicherung des Kulturdenkmals
Die Arbeiten werden fachlich begleitet und koordiniert: Das Bundesdenkmalamt ist in die Sanierung eingebunden; die fachliche Betreuung erfolgt durch Alexander Oberlechner. Außerdem unterstützen die Kulturabteilung des Landes Tirol, die Stadt Reutte, der Tourismusverband Naturparkregion Reutte sowie der Ehrenberg Liner (vertreten durch Franz Dengg) das Projekt.
- Projektumfang: Sicherung, Sanierung und Teilrekonstruktion der Burgruine Ehrenberg (fokus: Hohen Stock).
- Hauptmaßnahmen: Wiederherstellung des barocken Dachstuhls, Errichtung einer Besucherplattform mit Rundsicht.
- Träger und Unterstützer: Verein Burgenwelt Ehrenberg, Landesgedächtnisstiftung Tirol, Bundesdenkmalamt, Landes- und kommunale Stellen.
Die Landesgedächtnisstiftung hob laut Projektverantwortlichen die Qualität der umgesetzten Maßnahmen und die professionelle Arbeit des Vereins Burgenwelt Ehrenberg hervor. Die Zusammenarbeit werde als so überzeugend bezeichnet, dass die Stiftung ihre Unterstützung für den Erhalt des landeskulturellen Erbes auch für die kommenden Jahre zusagte.
Bedeutung für den Bezirk Reutte
Die Arbeiten an der Burgruine sind nicht nur denkmalpflegerisch relevant, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf Tourismus und regionale Entwicklung. Eine Besucherplattform mit Rundblick erhöht die Attraktivität der Anlage für Tagestouristen und Besuchergruppen und kann den Aufenthalt in der Naturparkregion und der Stadt Reutte ergänzen. Zugleich sind fachgerechte Sicherungsmaßnahmen nötig, damit Besucherinnen und Besucher die Anlage gefahrlos nutzen können.
Die Sanierungsmaßnahmen werden im Einvernehmen mit den beiden Grundeigentümerfamilien umgesetzt. Vor Ort arbeitet die Bauhütte Ehrenberg an den handwerklichen Eingriffen, die sowohl konservatorische als auch rekonstruktive Komponenten enthalten.
| Organisation | Rolle |
|---|---|
| Verein Burgenwelt Ehrenberg | Projektleitung vor Ort |
| Landesgedächtnisstiftung Tirol | Förderung und Kuratoriumsbesuch |
| Bundesdenkmalamt | Fachliche Begleitung |
| Land Tirol / Stadt Reutte / Tourismusverband | Finanzielle/organisatorische Unterstützung |
Für Anrainerinnen und Anrainer sowie Betriebe in der Region bleibt wichtig, dass die Maßnahme langfristig den Erhalt eines bedeutenden Kulturdenkmals sichert und damit auch Arbeits- und Einkommensquellen stärkt, die am Tourismus hängen. Solche Projekte erfordern allerdings Zeit, Koordination und eine kontinuierliche fachliche Begleitung, damit historische Substanz geschützt und gleichzeitig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Die Besucherplattform im „Hohen Stock“ wird – nach Abschluss der Arbeiten – eine neue Perspektive auf die Burgruine und die umgebende Landschaft eröffnen. Konkrete Angaben zu Eröffnungszeitraum oder Besucherregelungen wurden bei dem Baustellenbesuch nicht genannt; die weiteren Planungen laufen in Abstimmung der genannten Stellen.