In der Welser Stadtpfarrkirche wurde am 4. Juli ein seltenes kirchliches Ereignis gefeiert: Der gebürtige Marchtrenker Raphael Bergmann empfing dort das Weihesakrament. Die Weihe nahm Bischof Manfred Scheuer vor – ungewöhnlich war die Wahl der Kirche als Ort der Feier, da Priesterweihen sonst meist im Linzer Mariendom stattfinden.
Warum die Weihe in Wels stattfand
Der Neupriester gehört dem Franziskanerorden an und trägt den Ordensnamen Bruder Adam. Da es sich nicht um einen Diözesan-, sondern um einen Ordenspriester handelt, war die Weihe in der Stadtpfarrkirche möglich. Die Entscheidung machte die Feier für die lokale Gemeinde besonders: Viele Gläubige konnten so an einem seltenen liturgischen Akt unmittelbar in Wels teilnehmen.
Teilnehmerkreis und Rahmen
Die Weihe wurde von einer großen Zahl an Priestern und Ordensleuten begleitet. Namentlich genannt wurden:
- Provinzialminister P. Fritz Wenigwieser
- Stadtpfarrvikar Niko Tomic
- Abt Maximilian
- Prior P. Jakob vom Stift Lambach
- zahlreiche Mitbrüder des Neopriesters
Für den festlichen visuellen Rahmen sorgten die Fahnen und Chargierten von Bruder Adams Studentenverbindungen: K.Ö.St.V. Traungau Wels, Sternkorona Hall und Carolina Graz. Nach dem Gottesdienst lud die Pfarre zu einer Agape ins Pfarrzentrum, wo Gratulationen und Segenswünsche ausgetauscht wurden.
„…es als Priester die Liebe zu Gott und die Liebe zum Menschen benötige.“
Dieses Zitat stammt aus der Ansprache von Bischof Scheuer, der dem Neopriester Gottes Segen für sein Wirken wünschte und die Gemeinde aufforderte, für den Jungpriester zu beten. Die Aufforderung zur Verbundenheit mit dem neuen Geistlichen ist für die Pfarrarbeit von praktischer Bedeutung: Gebet und Unterstützung aus der Gemeinde begleiten den Dienst von Priesteramtskandidaten in den ersten Jahren besonders intensiv.
Primiz und persönliche Umstände
Am darauffolgenden Tag feierte P. Adam in derselben Kirche seine Primiz, die erste heilige Messe als Priester. An der Feier nahmen seine Familie, Verwandte und zahlreiche Gläubige teil. Die Freude über die Priesterweihe und die Primiz wurde begleitet vom Gedenken an nahestehende Verstorbene: wenige Tage zuvor waren sein Vater, eine Tante und ein Ordensmitbruder verstorben. Zum Abschluss dankte P. Adam allen, die mitgefeiert und die Gastfreundschaft der Stadtpfarre ermöglicht hatten; er spendete den Primizsegen sowohl während der Feier als auch im Anschluss persönlich.
| Datum | Ereignis | Ort |
|---|---|---|
| 4. Juli | Priesterweihe (Weihesakrament) | Welser Stadtpfarrkirche |
| 5. Juli | Primiz (erste Messe) | Welser Stadtpfarrkirche |
Für die Gemeinde in Wels bietet ein solcher Anlass die Möglichkeit, die Präsenz von Ordensgemeinschaften vor Ort wahrzunehmen und lokale Seelsorgebeziehungen zu stärken. Die Kombination aus feierlicher Liturgie, großer Teilnehmerzahl aus kirchlichen Kreisen und dem anschließenden Begegnungsangebot im Pfarrzentrum machte die Tage zu einem erinnerungswürdigen Ereignis für die Stadtpfarre und die eng verbundenen Familien.